Eine Pizza aus dem Automaten – werden Pizzaschaufeln bald überflüssig?

An meiner Strasse gibt es seit neustem einen Pizzaautomaten. Durch einen Beitrag von Zentralplus wurde ich (und mit mir vermutlich die halbe Stadt) auf den neuen Automaten aufmerksam und – der erfahrene Leser vermutet es schon – ich konnte es natürlich auch nicht lassen und musste den Automaten testen. Als ich den Automaten einen Tag nach dem erscheinen des Zentralplus-Artikels besuchen wollte war dieser jedenfalls sehr gut besucht und ich entschied mich gegen das Schlange stehen. Ein paar Tage später war dann nur eine kleine Gruppe vor Ort, deren Pizza bereits im “Ofen” war und so entschieden wir uns dem Automaten eine Chance zu geben. Mit dem grossen Touchscreen navigiert man sich zu seiner Lieblingspizza. Damit dieser Test auch Hand und Fuss hat wird selbstverständlich eine Margherita bestellt. Die Zusammensetzung macht schon mal wenig Mut, nichtsdestotrotz werden zwei warme Pizzen in den Warenkorb gelegt und bezahlt – was inzwischen ohne Euro Umrechnung klappt. Der Automat rattert vor sich hin und lädt die Pizza in den Ofen welcher wohl eher eine Mikrowelle mit Heissluftfunktion sein dürfte. Denn wie wir wissen ist eine Pizza in einem richtigen Pizzaofen nach den effektiv 4-5 Minuten die die Zubereitung dauert eher ein Kohlehaufen als eine Pizza, so einer kann also nicht drinstecken. Während der Mikrowellenbackzeit wird ein Pizzaofen mit Gasflamme auf dem Display angzeigt, wers Glaubt wird selig und garantiert kein guter Pizzabäcker. Nach etwas über vier Minuten spuckt der Automat die erste Pizza aus. Nun zum spannendsten Teil meines Tests, die Pizza, so sieht sie aus; Da der Teigboden vermutlich schon vorgbacken und die Pizza danach mit den für Mikrowellen geeigneten Zutaten Morzarella, Mozzarela, TOMATENSAUCE und Oregano belegt wurde hat die Pizza einen erstaunlich schönen Rand. Der Pizzateig ist sowieso das Highlight dieses Automatenstückes. Beim Belag sollte sprachlich wie auch geschmacklich nachgebessert werden. Bei der TOMATENSAUCE handelt es sich wohl eher um Tomatenpüree welches viel zu trocken ist (oder die Feuchtigkeit verschwindet in der Mikrowelle?). Der Morzarella und der Mozzarela sind ein eingetrockneter Klumpen und Oregano, ja Oregano, was macht der eigentlich auf einer Margherita? Mit einem Bschorle begossen wir, dass eine gute Pizzaschaufel demnächst wohl eher nicht überflüssig wird.
Was kann ein Aldi Pizzaofen für CHF 249? Teil 2

Aldi Suisse verkauft zurzeit einen mit Gas befeuerten Pizzaofen für 249 Franken, den Fire King Bologna. Im Teil eins erklärte ich euch wie es dazu kam, dass ich mir einen Zweitofen zulegte ausserdem ging es um das Unboxing und den Zusammenbau sowie ein erstes Einfeuern. Im Teil zwei geht es jetzt um das eigentliche Pizzabacken mit dem Aldi Pizzaofen und wie er sich im Vergleich zum Ooni Koda schlägt. Um die beiden Öfen setzte ich einen Pizzateig gemäss meinem Rezept mit dem Caputo Nuvola Mehl an, liess diesen zuerst 43 Stunden in der kalten Stockgare im Kühlschrank gehen und wechselte dann für die letzten vier Stunden in eine Stückgare bei Raumtemperatur. Nach einer Einheizzeit von je 30 Minuten bereitete ich zwei klassische und möglichst identische Neapolitanische Margheritas zu. Dann gings auch schon ab in die Öfen damit. Beim Ooni gestaltete sich das wie erwartet als etwas einfacher aber der Absatz beim Aldi Pizzaofen war nicht so schlimm wie erwartet und ich hatte keine grösseren schwierigkeiten die Pizza durch die Ofentüre mit der Pizzaschaufel auf den Stein zu bekommen. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Nach ca. 20 Sekunden muss die Pizza beim Ooni gedreht werden, beim Aldi Pizzaofen tut sich nach dieser Zeit noch nicht wirklich etwas – die Hitzeverteilung scheint gleichmässiger. Vier Drehungen und ca. 90 Sekunden später ist die Pizza aus dem Oooni fertig und aufgrund der Ablenkung durch das Fotografieren auf einer Seite leider etwas verbrannt. Beim Fire King Bologna tut sich auch nach 90 Sekunden noch nicht viel. Da die Hitze von unten kommt bilden sich zwar kleinere Blasen im Teig aber Farbe hat er zu diesem Zeitpunkt noch keine bekommen. Pizzaschaufel rund 18 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Weitere 90 Sekunden später brodelt der Belag vor sich hin aber von Farbe ist noch immer nichts zu sehen. Nach insgesamt ungefähr 5 Minuten sieht die Pizza aus dem Aldi Pizzaofen so aus; Die Böden der beiden Pizzen unterscheiden sich stark. Obwohl beide relativ weiss sind ist diejenige des Fire King Bologna hart und knusprig während diejenige aus dem Ooni Koda innen weich und labbrig ist was mehr dem Ideal einer Neapolitanischen Pizza entspricht. Fazit Der Fire King Bologna eignet sich nicht für Personen die das Neapolitanische Pizzaerlebnis gerne zuhause zelebrieren möchten. Möchte man jedoch eher klassisch Schweizerische, knusprige Pizza geniessen, so findet man im Aldi Pizzaofen ein preiswertes Gerät, welches insbesondere beim Grillieren oder Zubereiten anderer Speisen mehr Punkten dürfte als der Ooni Koda. Pizzabrett aus Birkenholz mit Griff Jetzt kaufen Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handlet sich um die freie Meinung des Autoren.
Was kann ein Aldi Pizzaofen für CHF 249? Teil 1

Von diversen Freunden und Familienmitgliedern wurde ich auf das neuste Angebot von Aldi Suisse, einen mit Gas befeuerten Pizzaofen für 249 Franken, den Fire King Bologna, aufmerksam gemacht. Da ich das Produkt nicht kannte konnte ich nicht wie üblich mit Rat und Tat zur Seite stehen und so kam es, dass ich mir kurzerhand einen Zweitofen zulegte. Hier findet ihr meine Erfahrungen mit dem Gerät. 3.5 Kilowatt hat der Gasbrenner im Fire King Bologna also, das sind 0.5 Kilowatt weniger als der Gasbrenner in meinem Ooni Koda. Tönt schon mal gut, denn eigentlich schöpfe ich die volle Leistung beim Ooni Koda nur zum Aufheizen aus, da mir Backen bei voller Leistung zu riskant ist (anfängliche Kohlehäufen lassen grüssen). Viel mehr Informationen zum Aldi Ofen gibt es nicht, auch nicht auf der Website. Am ersten Verkaufstag, dem 29. April 2021 ging ich dann in eine Aldi Filiale und tatsächlich waren noch vier Stück des Edelstahlofens vorhanden. Der Kauf selbst stellte sich als kompliziert heraus, da eine Aldi-typische Nummer auf dem Karton fehlte und die riesige Packung entsprechend tatsächlich über den fest verbauten Kassenscanner gezogen werden musste. Mit dem Cargovelo ging es in strömendem Regen zurück nach Hause. Zuhause angekommen inspizierte ich erst einmal die Verpackung. Auch diese geht nicht gerade überschwänglich mit Informationen um. Es blieb mir also nichts anderes übrig als den Grill auszupacken. Beim Auspacken überraschte mich sogleich eine Riesenladung Styropor. Da fühlt sich das Auspacken eines Ooni Pizzaofen mit dem zur Polsterung perfekt gefalteten Karton doch einiges hochwertiger an. Den Zusammenbau des Ofens nahm ich anhand des mit dem auf der Verpackung aufgedruckten QR-Code verfügbaren Youtube Videos vor. Die Im Video verwendeten Handschuhe sind für den Zusammenbau definitiv zu empfehlen, da im Innenraum die Halterungen für den Tropfschutz nicht entkantet wurden und entsprechend messerscharf sind. Leider sind diese Halterungen genau dort wo die Füsse angeschraubt werden müssen. Abgesehen vom Innenraum ist der Pizzaofen aber gut und ohne scharfe Kanten verarbeitet. So weit so gut. Um die Produktionsrückstände zu verbrennen und auch die Leistungsfähigkeit des 3.5 Kilowatt Brenners zu testen habe ich den Aldi Pizzaofen dann an eine Gasflasche angeschlossen und den Ofen ein erstes Mal eingefeuert. Ich stellte mir einen Timer von 15 Minuten, auch wenn Aldi von einer Aufheizzeit von wenigen Minuten spricht. Aus Erfahrung weiss ich, dass unter 10 Minuten schlichtweg kein Ofen Betriebstemperatur erreichen kann. So ware es dann auch, dass selbst bei meiner ersten Messung nach 15 Minuten noch nicht wirklich Temperaturen für neapolitanische Pizzen erreicht wurden. Mit dem Infrarotthermometer mass ich die Temperatur in der Mitte des Pizzasteines. Ich mass Temperaturen zwischen 240°C und 245°C (welche erstaunlich genau mit dem eingbauten Thermometer übereinstimmten) also gab ich dem Fire King Bologna noch etwas mehr Zeit und zückte das Infrarotthermometer nach weiteren 15 Minuten erneut. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Nach einer halben Stunde erreichte der Ofen 373°C – er dürfte somit auch für Pizzen im neapoletanischen Stile geeignet sein und insbesondere an wärmeren Tagen auch gut 400°C erreichen. Etwas Sorgen machen mir aber weitere Punkte: Durch den ca. eineinhalb Centimeter hohen Rand am Ofentor kann man den Aldi Ofen nicht schön flach be- und entladen sondern hat immer einen leicht schrägen Winkel mit der Pizzaschaufel. Wie sich die Hitzeverteilung und der Rand der Ofentüre in der Praxis verhalten erfahrt ihr im Teil zwei. Der Teig ist angesetzt.
Wie gelingt der perfekte Pizzateig für eine Neapolitanische Pizza?

Eine Pizza in einem Ofen mit sehr hoher Temperatur (ab 300 °C) wie dem Ooni Koda, Fyra und Karu oder der ROCCBOX braucht auch einen anderen Teig als eine solche aus einem herkömmlichen Haushaltsofen (üblicherweise bis 250 °C). In Teige für den Heimofen werden häufig noch Zusätze wie Olivenöl (für die Geschmeidigkeit) oder Zucker (für die Röstaromen und die Bräunung) zugegeben. Für Pizzaöfen sind diese Zusätze nicht notwendig, da die Geschmeidigkeit wie auch die Bräunung durch die kurze Backzeit bei hoher Temperatur erreicht wird. Für einen guten Pizzateig für Deinen Pizzaofen brauchst du genau fünf Zutaten; Mehl, Wasser, Hefe, Salz und jede Menge Zeit. Denn in den 8 bis 24 Stunden Gehzeit wird Zucker durch die Hefe in CO2 und Alkohol verwandelt und das Glutennetz kann sich ausbilden. Bambus Pizzabrett Jetzt kaufen Das Teigrezept nach AVPN (Associazione Verace Pizza Napoletana) 1 Liter Kaltes Wasser 1,6-1,8 Kilogramm Weizenmehl Tipo 00 (alternativ auch Deutsche Klassifizierung 405) 0.1 – 3 Gramm Frischhefe oder alternativ 1/3 der Menge Frischhefe als Trockenhefe (Achtung, diese Menge ist zu tief wenn man Bio Hefe verwendet) 40-60 Gramm Salz Folgende Anhaltspunkte können dir bei der Wahl der Salzmenge und der Bestimmung der Wassertemperatur helfen: Wasserhärte Messgerät Jetzt kaufen Zubereitung Das Wasser zusammen mit Salz in die Teigschüssel oder Knetmaschine geben bis sich das Salz schön aufgelöst hat. Etwas Mehl daruntermischen und danach die Hefe dazugeben. Immer wieder kleinere Mengen Mehl dazugeben und am Schluss dem Teig ein händisches Finish geben, um dem Teig eine schöne äussere Oberflächenspannung zu geben. Dabei gilt es zu beachten, dass der Teig nicht zu Warm werden sollte. Sunmix Easy 6 Jetzt kaufen Den Teig 30 Minuten als Ganzes ruhen lassen, dann den Teig auf alle vier Seiten ziehen und falten, dem Teig weitere 30 Minuten Ruhe geben, danach ca. 250-280 Gramm schwere Kugeln mit schöner Obrflächenspannung machen (achte darauf möglichst keine Luft aus dem Teig zu drücken) und diese in die Pizzaballenbox geben und noch einmal sieben bis 23 Stunden ruhen lassen. Pizzaballenbox inklusive Deckel Jetzt kaufen Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen Sobald der Ofen am Aufheizen ist, einen grossen Haufen mit 50% Semola in der Schweiz auch Hartweizengriess oder Knöpflimehl genannt) und 50% Pizzamehl auf der Arbeitsfläche erstellen und den Teigball darauf durch drehen und durch auseinanderziehen mit den Fingerspitzen zur runden Scheibe formen. Auch hier gilt es wieder möglichst wenig Luft aus dem Teigrand zu drücken – nur so erhältst du eine luftige, knusprige Pizza (die trotzdem kein Knäckebrot ist) wie sie du nicht einmal in der Pizzeria erhältst. Viel Spass 🙂 Obiges Rezept oder das Buch LA PIZZA FATTA IN CASA reichen dir nicht? Schau doch mal bei Harry vorbei, er besitzt ebenfalls einen Macte Voyager und jede Menge Erfahrung wie die perfekte Pizza gelingt. In seinen Kursen profitierst du von seinem geballten Wissen. Zu den Kursen Buch LA PIZZA FATTA IN CASA von Davide Civitiello Jetzt kaufen
Welches ist die richtige Pizzaschaufel für mich?

Die Pizzaschaufel ist das A und O in jeder Küche, wo gute Neapolitanische Pizza gebacken werden soll. Beim Kauf gibt es einiges zu beachten. Vom Material, zur Form mit oder ohne Perforierung diverse Entscheidungen sind vor dem Kauf zu treffen. So gibt es Schaufeln für das Be- und Entladen des Ofens, solche zum Drehen der Pizza, um eine gleichmässige Bräunung zu erreichen und Stangen zur richtigen Platzierung des Brennholzes – wobei letztere nur in professionellen Grossöfen Verwendung finden. Für die Schaufel selbst eignet sich Aluminium ideal als Ausgangsmaterial, da es schön leicht ist und man entsprechend auch bei grösseren, schwereren Pizzen voll flexibel bleibt. Im Gegensatz zum Pizzaiolo im Bild oben empfiehlt es sich aber für Ooni, ROCCBOX & Co. eine perforierte Schaufel mit Löcher zu verwenden. Durch das perforierte Aluminium kann überschüssiges Mehl oder Semola (Hartweizengriess) vor der Platzierung im Ofen durch die Löcher entweichen. Mit diesem einfachen Trick verhindert man einen Ofen mit zu vielen verkohlten Rückständen und einen entsprechenden Geschmack an der Pizza. Die durchlöcherte Pizzaschaufel hat ausserdem der Vorteil, dass die Schaufel noch leichter wird. Die Neapolitanische Standardgrösse für eine Pizzaschaufel ist 33cm, jedoch kann es gerade bei grösseren Öfen oder bei Verwendung im Heimbackofen durchaus auch Sinn machen eine grössere Schaufel zu kaufen. Pizzaschaufel 33 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Pizzaschaufel 35 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Pizzaschaufel 40 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Bei kleineren Öfen lohnt sich auf eine 30cm Pizzaschaufel zu setzen, da diese dann beim rausziehen sich sicher neicht verkeilt. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Wer eher auf Pinsa steht, dem sei eine Pinsaschaufel ans herz gelegt, da diese auch bei etwas längeren Teigen problemlos genug Platz bietet. Pinsaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Für den Stiel eignet sich Hartholz wie Buche oder verstärkter Kunststoff ideal, um einen guten Halt zu haben und die Pizza nicht schon auf dem Weg zum Ofen zu verlieren. Die Grifflänge ist ebenfalls entscheidend – in den meisten Fällen ist ein 40 cm langer Griff für Heimpizzaöfen ideal, da diese nur in einem sehr kleinen Bereich sehr heiss sind und das Verbrennungsrisiko entsprechend eher tief ist ermöglicht der kleinere Griff ein erleichtertes Aufnehmen und Absetzen der Pizza. Bei selbstgebauten, grösseren Öfen in denen mehrere Pizzen gleichzeitig gebacken werden kann sich ein grösserer 60 cm Griff oder länger aber durchaus lohnen. Um die einmal platzierte Pizza auch wenden zu können braucht es eine runde Drehschaufel. Diese ist im Idealfall aus Edelstahl, da je nach Ofentyp die Pizza damit auch vor der Falmme (Sprich Gas oder Holzofen) an den richtigen stellen geschützt werden kann. Unsere Profidrehschaufel bietet ausserdem einen sehr flachen Übergang und standardmässig eine Grifflänge von bis zu 140cm. Profi-Dreschaufel rund 20 cm Jetzt kaufen Da jeder aber mal klein anfängt haben wir auch günstigere und einfachere Pizzawender im Angebot. Pizzaschaufel rund 18 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Pizzaschaufel rund 23cm mit Holzgriff Jetzt kaufen
Pizza – mehr als eine Mahlzeit

Pizza – das wohl erfolgreichste Fast Food der Welt und trotzdem eine Wissenschaft für sich. “Pizza” gibt es in allen möglichen Variationen. Vom Tiefkühlpizzakuchen mit Zucker und merkwürdigen Käsesorten bis hin zur richtigen Neapolitanischen Pizza Margherita oder Marinara. Seinen lauf begann das alles im 16. Jahrhunder zu nehmen, als die im Schnitt arme Bevölkerung Italiens eine günstige und nahrhafte Verpflegung auf Reisen benötigen. Es wurden erste Pizzerien in und um Neapel eröffnet um die Reisenden mit den preiswerten, sättigenden Teigfladen zu versorgen. Wurden erst vorallem Fladen mit Öl und Tomaten (-sauce) belegt so ist es vermutlich König Umberto I. und seiner Frau Margherita zu verdanken, dass wir heute auch Fior di Latte oder Mozzarella auf unseren Pizzen haben. Um das Gericht auch für die Oberschicht salonfähig zu machen wurde es mit ebendiesen Zutaten verbessert. Noch heute rühmt sich die Pizzeria Brandi in Neapel damit die Pizza Margherita im Auftrage der Königin Margherita erfunden zu haben obwohl dies inzwischen widerlegt ist. Trotzdem zieht dieses Restaurant jedes Jahr tausende, mehrheitlich Touristen, an. In diesem Sinne ist unsere Pizza also nach wie vor ein Fladen für Reisende geblieben. Mit den grossen Migrationsströmen gen’ Westen auf der Suche nach neuem Wohlstand machte sich auch das Rezept der Pizza mit auf den Weg in Richtung Vereinigte Staaten von Amerika. Noch heute backen diverse New Yorker und Chicagoer Restaurants nach den von ihren Vorfahren importieren Rezepten. Heute ist es einfacher denn je eine gute Pizza auch selbst zu hause zu Backen. Mit den Öfen von Ooni, ROCCBOX oder G3Ferrari erreicht man auch in oder vor den eigenen vier Wänden die Temperaturen die schon die ersten Restaurants in und um Neapel zu erreichen versuchten. Und sollte es trotzdem mal ein Ausflug in ein Restaurant, z.B. in Neapel, sein – so doch dann lieber in der Antica Pizzeria da Michele wo man ehrliches Essen zu fairen Preisen und aufgrund des geringen Platzangebotes häufig auch neue Freunde oder zumindest gleichgesinnte Pizzaliebhaber findet. Und, nicht vergessen, zu Pizza trinkt man Bier – das bodenständige hat sie also trotz Königin Margherita bis heute nicht verloren unsere Pizza.