Pizza Bianca mit Barba di Frate

Frühlingszeit ist Mönchsbartzeit. Das bei uns noch teils unbekannte auch Barba di Frate genannte Salzkraut ist von März bis Mai in Saison. Kürzlich blieb nach einem klassischen Barba di Frate Pastagericht noch einiges an Salzkraut übrig und da es ein paar Tage später mal wieder nach Italien ging galt es dieses zuvor noch zu verwerten. Entstanden ist dieses experimentelle Frühlingspizza Rezept. Zutaten Zubereitung Den Teig wie gewohnt in runde Form bringen. Pizza von Hand (mit Löffel hat man weniger Kontrolle über den Teig und es können viel eher Löcher entstehen) mit Mascarpone bestreichen. Barba di Frate und Meersalz auf der Mascarponepizza verteilen. Backen bei ca. 320 °C (Bei Ooni Öfen mit Gasregler = unterste Stufe) Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen
Millarco Cozze 13 im Test

Mit dem Cozze will Millarco die beiden Platzhirsche Ooni und Gozney auf dem Heimpizzaofenmarkt konkurrieren. Ob das was wird erfährst Du im pizzaschaufel.ch Test des Cozze 13. Unboxing Geliefert wird der Cozze in einem riesigen quadratischen Karton und trotzdem kommt er ohne Gasregler – daher wurde dieser separat ebenfalls bei galaxus.ch gekauft. Der Ofen ist mehr oder weniger gut verpackt und hat immerhin Schutzkanten aus Karton sowie ein paar Styropor Blöcke die dann den Ort des Auspackens auch gleich mit ihren kleinen Kügelchen in Beschlag nehmen. Mitgeliefert wird anstatt des Gasreglers ein etwas spezielles Pizzateig Rezept mit Hartweizengriess und viel zu kurzer Aufgehzeit. Stattdessen bediene man sich z.B. hier. Beim Auspacken zeigt sich auch, dass der Cozze 13 ein regelrechtes Monstrum ist verglichen mit dem Ooni Koda ist er nicht nur grösser sondern auch 5 Kilogramm schwerer. Dies dürfte vor allem am Brenner liegen der beim Cozze U-förmig ist und somit zwei Seiten mehr hat als jener vom Koda. Trotz seiner äusseren Grösse ist die Öffnung zum einschieben der Pizza nicht mal die auf der Verpackung versprochenen acht Zentimeter hoch. Somit kann man den Ofen auch nicht mit der Pizzaofenbürste reinigen. Pizzaofenbürste Messing Jetzt kaufen Nicht nur die Grössenangaben auf der Verpackung scheinen Fehlerhaft zu sein, auch ein Hinweis für die Zündung wurde wohl mit Google Translate beschrieben. Der Ofen hat einen mit elektrisch betriebenen Zündmechanismus. Im Gegensatz zum Ooni Koda der eine Piezo Zündung hat benötigt man für den Cozze also eine Batterie die nicht mitgeliefert wird. Da die Piezo Zündung an meinem Ooni Koda aber nicht sehr zuverlässig funktioniert muss die Batterie nicht mal zwingend ein Nachteil sein. Die beste Zündung der von mir getesteten Öfen hatte bisher tatsächlich der Aldi Pizzaofen. Nach dem Einsetzen der Batterie wollte ich den Ofen ein erstes Mal einheizen um Produktionsrückstände zu verbrennen. Es kam leider anders. Trotz Schweizerkreuz auf der Verpackung des Original Cozze Gasreglers wurde ein Deutscher Gasregler geliefert. Millarco scheint also nicht nur die Masse der Ofenöffnung nicht zu kennen, sondern auch nicht die Schweizer Gasflaschen Anschlüsse. Das ist gemeingefährlich. Immerhin hat galaxus.ch das Produkt inzwischen mit einem Hinweis versehen, dass der Gasregler nicht für die Verwendung in der Schweiz geeignet sei. Nach dem organisieren eines passenden Gasreglers konnte das Aufheizen beginnen. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Der Ofen wird dank des U-förmigen Brenners und der kleinen Öffnung extrem schnell heiss und zwar sehr heiss. In der Ofenmitte erreicht der Millarco Cozze ohne Problem 530 °C. Backtest Nach dem Einheizen und dem verbrennen der Produktionsrückstände ging es an den eigentlichen Test. Wie schlägt sich der Millarco Cozze im Vergleich zum Ooni Koda. Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen Zum Backen wurden beide Öfen auf Höchsttemperatur aufgeheizt und dann zum Backen selbst heruntergeregelt um verkohlte Pizzen zu verhindern. Pizzabrett aus Birkenholz mit Griff Jetzt kaufen Das Resultat schaut aller Testessers Meinung nach sehr ansprechend aus. Einzig der Boden hatte etwas zu heiss. Nicht weiter tragisch denn bei einem zweiten Mal würde man einfach vor dem Backen den Stein nicht voll aufheizen. Insbesondere beim Backen mehrerer Pizzen hintereinander dürfte sich der extrem schnell und stark aufheizende Stein des Cozzes ausbezahlt machen und man dürfte kürzere Wartezeiten haben als z.B. bei einem Ooni Koda. Nun zur Referenzpizza aus dem Ooni Koda, auch hier handelt es sich um eine Margherita. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Die Pizza aus dem Ooni nach dem Backen. Unseres Erachtens nach sehr vergleichbare Resultate der beiden Öfen. Einzig der Boden war weniger verkohlt dies liegt aber an meiner Erfahrung mit dem Ooni Koda und bringt man mit dem Millarco Cozze nach ein paar Pizzen ohne Probleme auch hin. Fazit Läuft der Millarco Cozze einmal macht er definitiv Spass. Der nicht mitgelieferte, separat verkaufte und falsch deklarierte Gasregler, die Grösse des Ofens und der Ofenöffnung trüben diesen Spass ein wenig. Wer also den Cozze zu einem guten Preis erstehen kann, genügend Platz hat und mit der etwas kleineren Ofenöffnung leben kann ist mit dem Millarco Cozze sehr gut bedient und spart im Vergleich zu einem Ooni Koda ca. CHF 100. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handlet sich um die freie Meinung des Autoren.
Der Ariete 909 Pizzaofen im Test

Mit einem Preis von unter CHF 100 ist der Pizzaofen der De’Longhi Tochter Ariete ein echtes Schnäppchen. Aber taugt der Ofen und die mitgelieferten Pizzaschaufeln auch wirklich was? Im pizzaschaufel.ch Test muss sich der Elektroofen gegen den Ooni Koda als Referenz beweisen. Unboxing Der bei galaxus.ch bestellte Ofen erreicht mich ohne jegliche Umverpackung oder zusätzliche Polsterung. Beim Öffnen der Verpackung trifft man auf eine Menge Styropor – schade – immerhin scheint der Ofen trotz fehlender Umverpackung unbeschädigt angekommen zu sein. Der Ofen wurde direkt mit Schweizer Stecker geliefert. Leider auch bei Schweizer Onlineshops nicht selbstverständlich, ein vor einem Jahr bestellter G3Ferrari Ofen musste ich noch selbst auf den Schweizer Stecker umbauen. Im Styropormeer findet man den Pizzaofen selbst, eine sehr spärliche Anleitung und so etwas wie zwei Pizzaschaufeln. Auf dem Ofen selbst ist wie auch auf der Verpackung das Versprechen aufgedruckt «Pizza in 4 Minuti» was es noch zu prüfen gilt. Die Uhr auf dem dazugehörigen grafischen Element mit davonrennendem Pizzaiolo zeigt jedenfalls schon mal nicht vier sondern zwölf Minuten an. Ein schlechtes Omen oder ein rein grafischer Design-Fail? Aufheizen und Temperaturtest Da der Ofen und die Schaufeln doch eher streng nach Plastik rochen wurden die Pizzaschaufeln erst mal abgewaschen und der Ariete 909 Ofen auf Maximaltemperatur aufgeheizt um Produktionsrückstände zu verbrennen. Eine ideale Möglichkeit auch um die Leistungsfähigkeit des Ofens im oberen Temperaturbereich zu testen. Die magische Grenze von 400°C erreichte der Ariete Ofen zunächst mit 399°C knapp nicht. Da ich den Thermostat nicht beachtete, war dies aber gar nicht die maximal mögliche Temperatur. Wie man auch an der nicht glühenden Heizschlange auf dem ersten Bild oben sieht war diese bereits etwas abgekühlt. Bei der zweiten Messung unter Beachtung des Thermostates, sofort nach dem erlöschen der LED Anzeige, erreichte der Ofen sehr gute 431.70°C – Definitiv eine Temperatur mit der man anständige Neapoletanische Pizza backen kann. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Die Temperatur verteilt sich auf der Steinplatte leider etwas unregelmässig. Während der vordere und die seitlichen Ränder mit jeweils knapp 380°C kein Problem darstellen ist der hintere Rand aber leider doch einiges kälter. Die Messungen an den Griffen ergeben angenehme 40°C einzig der Temperaturregler wird mit 112°C doch ordentlich warm. Wobei der eingebaute Timer ohne Abschaltfunktion (welchen man vermutlich im Pizzabetrieb sowieso nie verwenden wird) erstaunliche 30° kälter bleibt. Während sich der Pizzaofen beim Aufheizen also ziemlich gut schlägt wird es Zeit die mitgelieferten Pizzaschaufeln nochmals zu betrachten. Aufgrund des Abwaschens hatten sich beide Schaufeln komplett verbogen. Es wird wohl sehr schwierig werden so eine Pizza in den Ofen zu bringen. Eventuell wurden die Schaufeln für Tiefkühlpizzen entwickelt – wobei dafür ja nicht mal wirklich eine Schaufel nötig wäre. Aber dies wäre nicht ein pizzaschaufel.ch Test wenn wir dem ganzen nicht trotzdem eine Chance geben würden. Der Backtest Als erstes backen wir eine Referenzpizza im Ooni Koda – Selbstverständlich eine Margherita. Wie gewohnt liefert der Ooni Koda eine solide Pizza. Wird der Ariete Elektroofen dies auch schaffen? Pizzabrett aus Birkenholz mit Griff Jetzt kaufen Das Abenteuer beginnt mit den verbogenen «Pizzaschaufeln». Leider eignen sich diese nur um die Pizza zusammen zu drücken. Versuche von allen Seiten bleiben erfolglos die Pizza auf die Holzdinger zu bringen. Das hoffnungslose Unterfangen musste abgebrochen werden und die Pizza mit einer soliden Pizzaschaufel in den Ariete Pizzaofen befördert. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Die Margherita zeigt die etwas unregelmässige Hitzeverteilung beim Ariete schön auf. Nicht weiter tragisch, auch der Ooni Koda hat eine unregelmässige Hitzeverteilung aber die spärliche Anleitung des Ariete empfiehlt den Ofen während des Backvorganges nicht zu öffnen. Daran hielten wir uns, was dann aber zu folgenden Aufnahmen führte und wir nahmen die Pizza sogar etwas vor den vier Minuten aus dem Ariete – es handelte sich also um einen rein grafischen Design-Fail und die vier Minuten werden eingehalten. Fazit Der Ariete Pizzaofen ist ein grossartiger Pizzaofen. Mit folgenden Tipps dürfte man ziemlich gute Ergebnisse auch mit kleinem Budget erzielen: Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handlet sich um die freie Meinung des Autoren.
Pizzaglück in Neapel

Wie bereits im Artikel zu L’Antica Pizzeria da Michele in Dubai versprochen, ging es diesen Dezember zu den authentischen Pizzerien nach Neapel. Weshalb eine Alternative zu Gino Sorbillo und L’Antica Pizzeria da Michele auch eine gute Erfahrung sein kann liest Du hier. Nach einem eindrücklichen Tag in Pompeji gingen wir für einen Sundowner nach Sorrent. Nach einem exzellenten Negroni in einem Nobellokal in Sorrent, war es wieder Zeit zurück auf den Boden der kampanischen Realität zurückzufinden und mit der etwas in die Jahre gekommenen Ferrovia Circumvesuviana Bahn zurück nach Neapel zu fahren. Bevor wir uns mit dem Nachtzug wieder auf den Nachauseweg machten, wollten wir bevorzugt bei Gino e Toto Sorbillo eine Pizza geniessen. Wie befürchtet war die Menschentraube vor dem Lokal gigantisch. Da unsere Zeit bis zur Abfahrt des Zuges begrenzt war probierten wir gar nicht erst einen Tisch zu kriegen, stattdessen ging es direkt zu L’Antica Pizzeria da Michele. Die Erwartungen bei da Michele in vernünftiger Zeit einen Tisch zu kriegen waren zugegebenermassen eher klein aber da die Pizzeria sowieso auf dem Weg zum Bahnhof Napoli Centrale liegt probierten wir es trotzdem. Auch bei da Michele wurden wir nicht enttäuscht und es standen etliche Personen Schlange um sich eine der heissbegehrten Pizzen zu ergattern. Hätten wir noch zwei, drei Stunden Zeit gehabt wäre da Michele sicher unsere erste Wahl gewesen, da die Wartezeiten einigermassen vertretbar schienen und im Vergleich zu Sorbillo zumindest eine gewisse Systematik herrschte. Da unser Zug aber in eineinhalb Stunden abfuhr, war uns da Michele zu riskant. Es blieb uns also nichts anderes übrig als eine Alternative zu suchen und so tat sich uns die vermeintlich endlose Weite der auf Google gelisteten Pizzerien auf. Nach kurzer Zeit war eine Gefunden, nur 300 Meter Luftlinie von Da Michele entfernt also liefen wir los um heute Abend doch noch ein Stück Neapoletanisches Glück zu ergattern. Bereits nach wenigen Metern stach uns dann aber ein anderes, menschenleeres, mit Liefermotorräder zugeparktes Lokal mit sehr anständigem Ofen ins Auge. Ganz nach dem Motto «Wo ein guter Ofen, da eine gute Pizza selten weit» wagten wir uns ins innere des Restaurants und wurden sogleich freundlich (und etwas erstaunt über den Touristenbesuch) begrüsst. Die Atmosphäre im Lokal war, abgesehen von den fehelnden Menschenmassen, nahezu identisch mit Da Michele. Die Preise sind sehr tief und es scheint, dass wohl auch deshalb viele Einheimische hier Pizza bestellen. Um mal etwas Abwechslung in den Margherita-Alltag zu bringen bestellten wir einen anderen Klassiker der Neapoletanischen Pizzaküche, eine Marinara sowie eine Margherita ai Funghi und dazu ein Nastro Azzurro Peroni. Die Pizzen waren ausgezeichnet – einzig zu bemängeln war die Optik mit einem etwas zu wenig starken Leoparding was wir aber sehr gut verkraften konnten. Wer also weder bei Gino Sorbillo noch bei Da Michele einen Platz ergattern kann findet auf halbem Weg zwischen den beiden eine genussvolle Alternative zu den internationalen Ketten. Die Pizzeria Piscopo dal 1959 liegt optimal zwischen Sorbillo und da Michele und gibt sich schon fast aktiv Mühe nicht von Touristen überrannt zu werden – aussen ist sie nur als Antica Pizzeria bezeichnet – nur das an der Fassade angebrachte AVPN Logo hilft dem versierten Pizzaliebhaber dieses Juwel zu entdecken.
L’Antica Pizzeria da Michele und das in Dubai?

Die Vereinigten Arabischen Emirate und insbesondere das mondäne Dubai sind uns Touristen ja neben Kamelen, aufgeschütteten Inseln und Riesen Shopping Malls für vieles bekannt. Eventuell gibt es aber neben der Wüste und der etwas neueren, aus dem Boden gestampften Betonwüste tatsächlich einen guten Grund für Pizzaliebhaber die nächsten Ferien im Reich von Muhammad bin Raschid Al Maktum zu verbringen. Um im November nochmals etwas Sonne zu tanken zog es uns ins immerwarme Dubai. Die Expo 2020 und die vorhandene Filiale von L’Antica Pizzeria da Michele überzeugten uns trotz gewisser Vorbehalte die Emirate zu besuchen. Ganz zu Beginn unserer Reise besuchten wir die Expo 2020 und machten uns dort auf die Suche nach einer guten Pizza. Die Suche war alles andere als schwer – direkt Links nach dem Al Wasl Dome – der Eingangs- und Hauptkuppel der Expo 2020 fand sich eine Filiale von Ecco Pizza e Pasta. Die temporäre Expo Filiale war mit Elektroöfen der neusten Generation (Scugnizzo Napoletano, zugelassen von der AVPN) ausgestattet aber seht selbst: Die Pizza selbst war wirklich gut und man merkte ihr in keinem Moment an, dass sie aus einem Elektroofen stammte – der Scugnizzo Napoletano hatte hier ganze Arbeit geleistet. Die ausserdem bestellte Lasagne war eher mittelmässig. Ecco Pizza e Pasta scheint also vor allem Pizza zu können. Neben der Expo Filiale gibt es auch noch eine in der Mercato Mall welche wir aber nicht besuchten sondern nur von aussen betrachteten – sie wirkte alles andere als einladend. Ein paar Tage später war es wieder Zeit für Pizza. Diesmal ging es zu einem echten Klassiker der Neapoletanischen Küche – der L’Antica Pizzeria da Michele. Da Michele ist DIE Pizzeria schlechthin. Die Ursprungsfiliale in Neapel ist ein geradezu mystischer Tempel für Pizzaliebhaber, es werden ausschliesslich Pizza Margherita und Marinara sowie Bier, Wasser und Wein serviert. Trotz des enorem Touristenandranges in Neapel sind die Preise sehr moderat und abgesehen vom Wein (da die Pizza ursprünglich ein arme Leute Essen ist, trank man historisch gesehen Bier zu einer Pizza) ist auch die Speise- und Getränkekarte authentisch geblieben. Weshalb eine solche Dynastie der Authentizität es für nötig hält Filialen in Ländern wie Saudi Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Japan, den USA und ganz Europa zu eröffnen bleibt ihr Geheimnis. Was aber nicht ihr Geheimnis bleiben soll, ist die Frage ob es sich denn lohnt so eine neue, weniger authentische Filiale zu besuchen. Gleich schon vor dem Betreten des Restaurants stellt man fest, dass der Vergleich mit der Filiale in Neapel sehr schwierig werden könnte. Von aussen erinnert rein gar nichts an Neapel. Eine Fassade wie es sie zu tausenden gibt in Dubai – vermutlich hätte man in weniger als einer Woche aus dem Restaurant eine Gucci Boutique gemacht. In Dubai fehlen auch die grossen Tische an die man wild zusammengesetzt wird und nach dem Essen als Freunde das Lokal verlässt – ob dies an Covid-19 liegt bleibt offen. Ich selbst, vor Jahren als alleinreisender in Neapel, schätzte diesen völkerverbindenden Aspekt aber sehr. Na gut – wenn uns da Michele in Neapel aber etwas gelernt hat, dann dass es nur ums Essen geht, denn weniger Liebe in die Einrichtung als das Stammrestaurant in Neapel kann man wohl kaum investieren. Ausgestattet ist diese Filiale am City Walk mit einem Buchenholzofen von Stefano Ferrara welcher als einer der besten Ofenbauer in Neapel gilt. Waren also all unsere Bedenken um fehlende Authentizität umsonst? Jein. Die Speisekarte wagte mit ihrem viel zu grossen Umfang (immerhin mehrheitlich echte Italienische Speisen und Getränke) nicht ganz zu überzeugen auch das nur als alkoholfrei erhältliche Bier steigerte das Süditalien Feeling nicht gerade. Wir bestellten eine Margherita und beobachteten unterdessen Toto den Pizzaiolo bei seiner Arbeit. Schon bald traf unsere Pizza ein und wir wurden nicht enttäuscht. Eine Margherita wie sie im Buche steht mit dem für da Michele so typischen etwas flacheren Rand. Die Pizza war etwas säucherlich, woran das lag fanden wir leider nicht heraus. Ob es wohl am gemäss Karte verwendeten (Soja!)öl liegt? Der Boden hatte ein schönes Leopardenmuster ohne verbrannte Stellen aufzuweisen. Fazit Dubai bietet Pizzatechnisch mehr als man auf den ersten Blick denkt. Insbesondere die Pizza bei Ecco war eine sehr positive Überraschung, wohl auch weil die Erwartungen an der Expo eher tief waren. Bei da Michele in anderen Städten als Neapel essen zu gehen kann man machen, in den meisten Fällen hat man wohl immer noch eine überdurchschnittliche Pizza. Einen Besuch in Neapel erspart man sich aber dadurch ganz sicher nicht. Für uns heisst es deshalb im Dezember ab mit dem Nachtzug nach Neapel und nicht nochmal zu da Michele Dubai in die neue, zweite Filiale in Dubai Jumeirah Beach wo wir am Eröffnungstag spontan keinen Platz mehr erhielten. Disclaimer: Sämtliche Besuche fanden auf eigene Rechnung statt und repräsentieren die freie Meinung des Autoren. Die Flugreise wurden mit myclimate klimakompensiert.
Ooni Koda oder Fyra Teil 2 – der Test

Nachdem ich euch im ersten Teil meiner Gegenüberstellung von Ooni Fyra und Koda zeigte wie der Ooni Fyra in seiner Verpackung daherkommt, geht es jetzt im zweiten Teil darum die Unterschiede zwischen den beiden Pizzaöfen zu finden. Der Test wird auch zeigen, ob meine momentane Nummer eins, der Ooni Koda in Zukunft durch den pelletsbefeuerten Ooni Fyra ersetzt oder zumindest ergänzt wird. Wie gewohnt habe ich einen Pizzateig nach Neapolitanischem Rezept zubereitet und werde zwei Margheritas in den beiden Öfen backen. Zuerst gilt es aber die beiden Öfen auf Betriebstemperatur zu bringen. Beim Ooni Koda geschieht das ganz einfach durch das Drehen das Gasreglers und die eingebaute Piezo Zündung. Beim Ooni Fyra habe ich reine Buchenholz Pellets aus Europäischen Wäldern gekauft. Die Holzherkunft Russland (trotz Zertifizierung) und der Preis gefielen mir an den originalen Ooni Pellets nicht. Trotzdem könnte die Wahl der Pellets ein Fehlentscheid gewesen sein aber dazu später mehr. Um den Ooni Fyra einzufeuern gibt man erst zwei Schaufeln voll Pellets in die Brennkammer und verwendet dann entweder Anzündwolle, wie sie auch von Ooni selbst verkauft wird oder die Survivor Methode mit Haushaltspapier und z.B. Rapsöl. Das Brenn- sowie Luftansaugverhalten vom Ooni scheint optimal entwickelt worden zu sein. Mit geschlossener Ofentür brennen die ersten Pellets schnurstracks – ich schöpfe Hoffnung, dass die im ersten Teil versprochenen 15 Minuten bis 500 °C tatsächlich möglich sind. Nach ein paar Minuten fülle ich weitere Pellets in den sogenannten Pelletshopper und nach 15 Minuten erreicht der Ofen bereits beeindruckende 380 °C. In den nächsten paar Minuten messe ich mit meinem Thermometer ca. 440 °C also nicht die versprochenen 500 °C aber immerhin eine Temperatur mit der man sehr gut arbeiten kann. Der Ooni Koda ist nach diesen etwas mehr als 20 Minuten ebenfalls auf Temperatur und er erreicht ziemlich genau die 500 °C in der Mitte des Steines. Nun geht’s also ans Pizza machen. Die beiden mehr oder weniger identischen Margheritas bereit für die beiden Pizzaöfen. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Beim Ooni Fyra findet man einen leicht verrussten Stein vor auf dem die Pizza nun platziert wird. Ob diese doch relativ starke Rauchentwicklung und das nicht Erreichen der Temperatur nur den nicht originalen Pellets und Anfeuermethode geschuldet ist kann ich mir zwar fast nicht vorstellen aber auszuschliessen ist es halt eben doch nicht. Wärend die Pizza im Ooni Fyra noch vor sich hin köchelt ist beim Ooni Koda bereits eine einsitig, gleichmässige Bräunung vorhanden und es wird Zeit die Pizza mit der Pizzadrehschaufel zu drehen. Pizzaschaufel rund 18 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Nach ungefähr einer Minute und 30 Sekunden ist die Pizza aus dem Ooni Koda fertig. Die Pizza aus dem Fyra hat mit ca. vier Minuten einiges länger – vermutlich war die Temperatur inzwischen gefallen, ich hatte nicht mehr nachgemessen. Klar ist, die Ofentüre darf beim Ooni Fyra auch zum backen wieder angebracht werden um den Wärmeverlust einzudämmen und eine Fehlleitung der Flammen wie im unteren Bild zu verhindern. Nun aber zum allerwichtigsten, den Resultaten aus den Öfen Ooni Fyra und Ooni Koda. Die ersten beiden Bilder zeigen die Margherita aus dem Koda die letzten drei diejenige aus dem Ooni Fyra. Pizzabrett aus Birkenholz mit Griff Jetzt kaufen Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Die Pizzaoberseite aus dem Ooni Koda sieht gewohnt gut aus und da gibt es nichts auszusetzen, beim Boden hingegen schon – dieser ist etwas angekohlt was aber vermutlich eher an meinem (nicht) Können als am Ooni Koda selbst liegen dürfte. Die Pizzaoberseite aus dem Ooni Fyra hat gewisse (wenn auch entfernte) Ähnlichkeiten zur Pizza aus dem Aldi Pizzaofen sieht aber schon sehr viel besser aus. Der Boden sieht aus wie ein Boden aussehen sollte, absolut einwandfrei. Geschmacklich liegen die beiden Pizzen ebenfalls etwas auseinander, die Pizza aus dem Fyra ist etwas knuspriger (aber kein Knäckebrot wie beim Aldi Ofen) als diejenige aus dem Ooni Koda. Das Knusprigkeit-zu-Labbrigkeitsverhältnis dürfte den Schweizer Standardgeschmack auf den Punkt treffen. Unter den fünf Testessern wurden wir uns nicht einig ob jetzt der Holzgeschmack bei der Fyra Pizza wirklich durchkommt. Fazit Der Ooni Fyra ist eine gelungne Ingenieursleistung und hält beinahe was er verspricht. Ersetzen wird er meinen Ooni Koda aber ganz sicher nicht, alleine schon aufgrund der Russ-und Rauchentwicklung sowie des Zusatzaufwandes wie dem Pellets kaufen (einiges schwieriger als Gas), Pellets nachfüllen und dem gigantischen Reinigungsaufwand. Der Fyra dürfte also etwas für die Landbevölkerung ohne Nachbarn dafür mit Hochdruckreiniger bleiben. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handlet sich um die freie Meinung des Autoren.
Ooni Fyra oder Koda Teil 1 – Unboxing

Es ist mal wieder passiert – der Ooni Fyra war im Tagesangebot bei Galaxus und zu diesem rabattierten Preis musste ich ihn einfach kaufen, nur schon um ihn einem Vergleich mit dem mit Gas befeuerten Ooni Koda zu unterziehen. Schmeckt man den Unterschied von der Pellets- zur Gasversion wirklich? Das und vieles mehr gilt es herauszufinden – zuerst kommen wir aber hier zum Unboxing. Mit einer Paketgrösse von lediglich 66 x 46 x 26 cm und einem Gewicht von nur 15 Kilogramm wurde das Paket des Ooni Fyra definitiv für die Schiffscontainer und Onlinehändler dieser Welt optimiert und ist kein Vergleich zur Verpackung des monströsen Aldi Pizzaofens. Es wird also spannend wie Ooni es schafft so viel Pizzaofen auf so wenig Raum trotzdem gut geschützt zu verpacken. Auf dem Karton spricht Ooni von einer Aufheizzeit von nur 15 Minuten – ein vermutlich eher nicht zu erreichender Wert – zumindest nicht wenn ready to cook bereit für eine neapolitanische Pizza heissen soll. Der Ooni Koda benötigt gut und gerne 30 Minuten um auf Betriebstemperatur von ca 450° C in der Mitte des Steines zu kommen, weshlab hier die Pelletsversion nur halb so lange haben soll wie die Gasversion erscheint zunächst unklar und muss im Teil 2 geklärt werden. Auch beim Öffnen der kleberlosen Verpackung wird Ooni dem Anspruch des Premium Heimofenhersteller gerecht. Der wabenartige Karton hält den Backstein und den Ofen an Ort und Stelle und erspart einem mühsames und nicht rezyklierbares Styropor zu entsorgen. Der Pellets-Hopper und der Kamin befinden sich dann im Ofen selbst und sind leider nicht ganz einfach schadlos zu entnehmen. Ausserdem scheint mein Exemplar Leimspuren auf der rechten Aussenseite zu haben was auch nicht gerade zu besserer Laune beiträgt. Glücklicherweise lässt sich der Leim aber einigermassen gut entfernen. Die Einzelteile des Ofens bestehen aus dem Ofengehäuse, dem Kamin, einem Blechteil zur Umlenkung der Flammen im Ofeninneren, der Brennkammer, einem Pelletsbehälter, einer Ofentür einem Backstein sowie einer Pelletsschaufel die auch als Kaminabdeckung dient. Eine Pizzaschaufel ist nicht im Lieferumfang enthalten, eine passende Pizzaschaufel für den Ooni Fyra erhlälst Du z.B. hier: Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Die Unterseite des Ooni Fyra scheint relativ identisch zu jener des Ooni Koda. Der Fyra verfügt ebenfalls über drei sehr stabile, einklappbare Beine. Ausserdem zu sehen auf obigem Bild ist das Loch in der Blechunterseite welches einem durch anheben des Steines ermöglicht den Backstein später auch wieder zu entnehmen, um diesen beispielsweise zu reinigen. Der weitere Aufbau gestaltet sich sehr einfach, da es sich lediglich um Steckverbindungen handelt. Der Ooni Fyra ist also auch für temporäre Einsätze zum Mitnehmen ideal geeignet. Mit einem patentierten Stück Blech namens FlameKeeper wird verhindert, dass sämtliche Hitze sofort den Ofen verlässt – aber mit diesem kann die unterschiedliche Aufheizzeit zum Ooni Koda schon mal nicht erklärt werden, dann auch der Koda hat ein solches Blech, nur halt fest installiert. Falls der Fyra im Vergleich zum Koda also wirklich schneller aufheizt, dann aufgrund der folgenden zwei unterschiede: Im Ofenrohr gibt es eine Klappe, mit dieser kann verhindert werden, dass nach der Anheizphase zu viel heisse Luft den Ofen direkt wieder verlässt. Hier hat der Fyra also schon mal weniger Wärmeverlust als der Koda. Und hier haben wir den natürlich offensichtlichsten Grund weshalb die kürzere Aufheizzeit von nur 15 Minuten eventuell doch stimmt. Der Ooni Fyra hat im Gegensatz zum Ooni Koda eine Türe die die Wärme im Ofen hält. Da das Risiko einer Gasexplosion bei einer Pelletsbefeuerung nicht besteht hat Ooni hier mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Wir bleiben also gespannt ob sich die kürzere Aufheizzeit bewahrheiten wird und lesen uns in den nächsten Tagen im Teil 2.
Welche Pizzaschaufel ist die richtige für mich?

Welche Pizzaschaufeln gibt es? Im Grundsatz gibt es drei Arten von Pizzaschaufeln. Es gibt einerseits die runde Schaufel, sie ist zum Drehen der Pizza gedacht und nicht zwingend notwendig erspart einem aber das Anfassen der heissen Pizza und somit Verbrennungen. Professionelle Modell kommen ohne Absatz zum Griff daher und haben einen mobilen auf der Stange laufenden Griff. Profi-Dreschaufel rund 20 cm Jetzt kaufen Alternativ gibt es auch Einstiegsmodelle wie unsere 18er und 23er Schaufel mit Buchenholzgriff aus sozialer Produktion. Pizzaschaufel rund 23cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Pizzaschaufel rund 18 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Dann gibt es die rechteckige Schaufel, sie dient der Aufnahme der fertig belegten Pizza und hilft dir, diese auf den heissen Stein zu bringen. Mit ihr kannst Du die Pizza auch entnehmen und dann von Hand drehen. Die Standardgrösse stellt dabei unsere 33er Schaufel dar, die Grösse wie sie in ganz Neapel verwendet wird. Pizzaschaufel 33 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Bei grösseren Öfen und wenn die Pizza geteilt werden soll lohnt sich aber der kauf einer etwas grösseren Schaufel. Pizzaschaufel 40 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Pizzaschaufel 35 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Als einsteiger mit kleinem Ofen empfehlen wir eine 30cm Schaufel zu verwenden, da diese beim schnellen rausziehen weniger am Ofenmund verkeilt. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Bei Liebhaber der Römischen Pinsa lohnt sich natürlich ein Blick auf unsere Pinsaschaufel welche auch mit etwas längeren Teiglingen kein Problem hat. Pinsaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Und zum Schluss gibt es noch einfache Holzbretter oder Bleche wie z.B. das ooni Pizzablech. Diese eignen sich meist weniger gut, da entweder der Griff oder die Perforierung fehlt oder sie komplett aus Holz sind was die Aufnahme und Abgabe der Pizza aufgrund des Widerstandes unnötig erschwert. Welche Pizzaschaufel soll ich mir kaufen? Das liegt ganz an deinem Bedürfnis und Budget. Auf jeden fall brauchst Du aber zuerst einmal eine rechteckige Schaufel um die Pizza im Ofen zu Platzieren wie z.B. die klassische 33cm Version von pizzaschaufel.ch. Sobald Du Dir dann etwas mehr Komfort wünschst empfiehlt sich auch eine Drehschaufel, wir empfehlen hier nicht unnötig zu sparen und direkt auf unser Profimodell zu setzen. Welches ist das ideale Material für eine Pizzaschaufel? Die Schaufel selbst sollte aus Metall und nicht aus Holz sein, da Holz mehr Reibungswiderstand hat und es beim anflammen verbrennen würde (siehe weiter unten). Es empfiehlt sich entweder rostfreier Edelstahl oder Aluminium wie sie auf dieser Webseite verkauft werden. Ist der Aufpreis für eine gelochte Pizzaschaufel sein Geld wert oder soll ich besser eine ohne Löcher kaufen? Eine gelochte Schaufel ist komplizierter in der Herstellung und somit teurer aber den Aufpreis für die Perforierung sollte man sich auf keinen Fall sparen. Für wenige Franken mehr erhält man ein Produkt, welches verhindert, dass das Mehl im Ofen verbrennt und die Pizza verkohlt – auch für die nachfolgenden Pizzen ist dies ein grosser Vorteil. Den Unterschied schmeckt man sofort. Und sind wir ehrlich, weniger Reinigungsaufwand mögen wir doch erst recht alle? Wie verwende ich die Pizzaschaufel richtig, ohne dass die Pizza kleben bleibt? Verwende viel Semola (auch Hartzweizengriess / Knöpflimehl genannt) – am besten einen ganzen Haufen. Den Teigling drückst du sofort nach dem Entnehmen aus der Teiggärbox in diesen Haufen und beginnst langsam die Pizza zu formen. Vergiss nicht den Teig auch mal zu wenden. Am Schluss sollltest Du einen schönen Rand mit Semola um die Pizza haben – wie auf dem Bild unten – dann weisst Du, dass Du genügend verwendet hast. Damit die runde Schaufel nicht kleben bleibt solltest Du vor dem ersten Drehen die vordere Kante in die Flammen halten. Durch die heisse Pizzaschaufel bäckt der Teig sofort und du kannst die Pizza mühelos drehen.
Eine Pizza aus dem Automaten – werden Pizzaschaufeln bald überflüssig?

An meiner Strasse gibt es seit neustem einen Pizzaautomaten. Durch einen Beitrag von Zentralplus wurde ich (und mit mir vermutlich die halbe Stadt) auf den neuen Automaten aufmerksam und – der erfahrene Leser vermutet es schon – ich konnte es natürlich auch nicht lassen und musste den Automaten testen. Als ich den Automaten einen Tag nach dem erscheinen des Zentralplus-Artikels besuchen wollte war dieser jedenfalls sehr gut besucht und ich entschied mich gegen das Schlange stehen. Ein paar Tage später war dann nur eine kleine Gruppe vor Ort, deren Pizza bereits im «Ofen» war und so entschieden wir uns dem Automaten eine Chance zu geben. Mit dem grossen Touchscreen navigiert man sich zu seiner Lieblingspizza. Damit dieser Test auch Hand und Fuss hat wird selbstverständlich eine Margherita bestellt. Die Zusammensetzung macht schon mal wenig Mut, nichtsdestotrotz werden zwei warme Pizzen in den Warenkorb gelegt und bezahlt – was inzwischen ohne Euro Umrechnung klappt. Der Automat rattert vor sich hin und lädt die Pizza in den Ofen welcher wohl eher eine Mikrowelle mit Heissluftfunktion sein dürfte. Denn wie wir wissen ist eine Pizza in einem richtigen Pizzaofen nach den effektiv 4-5 Minuten die die Zubereitung dauert eher ein Kohlehaufen als eine Pizza, so einer kann also nicht drinstecken. Während der Mikrowellenbackzeit wird ein Pizzaofen mit Gasflamme auf dem Display angzeigt, wers Glaubt wird selig und garantiert kein guter Pizzabäcker. Nach etwas über vier Minuten spuckt der Automat die erste Pizza aus. Nun zum spannendsten Teil meines Tests, die Pizza, so sieht sie aus; Da der Teigboden vermutlich schon vorgbacken und die Pizza danach mit den für Mikrowellen geeigneten Zutaten Morzarella, Mozzarela, TOMATENSAUCE und Oregano belegt wurde hat die Pizza einen erstaunlich schönen Rand. Der Pizzateig ist sowieso das Highlight dieses Automatenstückes. Beim Belag sollte sprachlich wie auch geschmacklich nachgebessert werden. Bei der TOMATENSAUCE handelt es sich wohl eher um Tomatenpüree welches viel zu trocken ist (oder die Feuchtigkeit verschwindet in der Mikrowelle?). Der Morzarella und der Mozzarela sind ein eingetrockneter Klumpen und Oregano, ja Oregano, was macht der eigentlich auf einer Margherita? Mit einem Bschorle begossen wir, dass eine gute Pizzaschaufel demnächst wohl eher nicht überflüssig wird.
Was kann ein Aldi Pizzaofen für CHF 249? Teil 2

Aldi Suisse verkauft zurzeit einen mit Gas befeuerten Pizzaofen für 249 Franken, den Fire King Bologna. Im Teil eins erklärte ich euch wie es dazu kam, dass ich mir einen Zweitofen zulegte ausserdem ging es um das Unboxing und den Zusammenbau sowie ein erstes Einfeuern. Im Teil zwei geht es jetzt um das eigentliche Pizzabacken mit dem Aldi Pizzaofen und wie er sich im Vergleich zum Ooni Koda schlägt. Um die beiden Öfen setzte ich einen Pizzateig gemäss meinem Rezept mit dem Caputo Nuvola Mehl an, liess diesen zuerst 43 Stunden in der kalten Stockgare im Kühlschrank gehen und wechselte dann für die letzten vier Stunden in eine Stückgare bei Raumtemperatur. Nach einer Einheizzeit von je 30 Minuten bereitete ich zwei klassische und möglichst identische Neapolitanische Margheritas zu. Dann gings auch schon ab in die Öfen damit. Beim Ooni gestaltete sich das wie erwartet als etwas einfacher aber der Absatz beim Aldi Pizzaofen war nicht so schlimm wie erwartet und ich hatte keine grösseren schwierigkeiten die Pizza durch die Ofentüre mit der Pizzaschaufel auf den Stein zu bekommen. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Nach ca. 20 Sekunden muss die Pizza beim Ooni gedreht werden, beim Aldi Pizzaofen tut sich nach dieser Zeit noch nicht wirklich etwas – die Hitzeverteilung scheint gleichmässiger. Vier Drehungen und ca. 90 Sekunden später ist die Pizza aus dem Oooni fertig und aufgrund der Ablenkung durch das Fotografieren auf einer Seite leider etwas verbrannt. Beim Fire King Bologna tut sich auch nach 90 Sekunden noch nicht viel. Da die Hitze von unten kommt bilden sich zwar kleinere Blasen im Teig aber Farbe hat er zu diesem Zeitpunkt noch keine bekommen. Pizzaschaufel rund 18 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Weitere 90 Sekunden später brodelt der Belag vor sich hin aber von Farbe ist noch immer nichts zu sehen. Nach insgesamt ungefähr 5 Minuten sieht die Pizza aus dem Aldi Pizzaofen so aus; Die Böden der beiden Pizzen unterscheiden sich stark. Obwohl beide relativ weiss sind ist diejenige des Fire King Bologna hart und knusprig während diejenige aus dem Ooni Koda innen weich und labbrig ist was mehr dem Ideal einer Neapolitanischen Pizza entspricht. Fazit Der Fire King Bologna eignet sich nicht für Personen die das Neapolitanische Pizzaerlebnis gerne zuhause zelebrieren möchten. Möchte man jedoch eher klassisch Schweizerische, knusprige Pizza geniessen, so findet man im Aldi Pizzaofen ein preiswertes Gerät, welches insbesondere beim Grillieren oder Zubereiten anderer Speisen mehr Punkten dürfte als der Ooni Koda. Pizzabrett aus Birkenholz mit Griff Jetzt kaufen Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handlet sich um die freie Meinung des Autoren.