9 Erkenntnisse aus 9 Tagen Training Vera Pizza in Neapel

Im November 2023 habe ich das Training “Vera Pizza” der AVPN (Associazione Verace Pizza Napoletana) in Neapel besucht. Hier erfährst du was die Haupterkenntnisse aus 9 intensiven Tagen Basistraining sind und ob sich ein Besuch lohnt. 1. Hydration Eine Neapolitanische Pizza hat entgegen der landläufigen Instagram/TikTok/Youtube und auch pizzaschaufel.ch Meinung (Asche über unser Haupt) keine wahnsinnig hohe Hydration und sowieso existiert in der Neapolitanischen Pizzawelt nicht so etwas wie eine “Hydration”. Bei Neapolitansicher Pizza geht man vom Wasser als Grundstoff aus und entsprechend müsste man eher von einer Bemehlung des Wassers als von einer Hydration des Mehles sprechen. Da die Angabe der Hydration aber unserer Ansicht nach einiges einfacher (und üblicher) ist als eine Bemehlungsprozentsatz des Wassers, hier die gemäss den AVPN-Regularien akzeptierten Hydrationswerte; 55.56% bis maximal 62.5% Hydration sind zugelassen sprich zwischen 1.6 bis maximal 1.8 Liter Mehl auf einen Liter kaltes Wasser. 2. Neapolitanische Pizza ist nicht knusprig, richtig? Falsch, auch die Neapolitanische Vera Pizza weist eine gewisse Knusprigkeit im Randbereich auf. Solltest du bisher nur gummige Neaplitanische Pizzen gegessen haben, dann wurde vermutlich entweder; zu viel Wasser (oder nach AVPN-Logik zu wenig Mehl) verwendet, falsch geknetet oder zu viel Salz verwendet (verstärkt das Glutennetz und kann bei hartem und stark Mineralisiertem Wasser zu gummigem Teig führen). Oder einer der nächsten zwei Punkte wurde nicht beachtet. 3. Je heisser der Ofen desto besser Nein, Neapolitanische Pizza wird bei maximal 450° Grad gebacken wobei aber ein Thermometer eigentlich nicht zum Einsatz kommen sollte – die Pizza und die visuelle Kontrolle der Flamme gilt gemäss AVPN als Thermometer. Verwenden darf man ein Thermometer aber trotzdem. Du möchtest Foodwaste lieber verhindern? Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen 4. Je länger der Teig aufgeht desto mehr Charakter hat die Pizza Dies mag stimmen jedoch darf eine Neapolitanische Pizza nicht länger als 24 Stunden aufgehen. Die Verwendung eines Kühlschrankes (im Gegensatz zu Gärschränken welche erlaubt sind) ist ebenfalls verboten – entsprechend ergibt auch die Zeitlimite grossen Sinn, denn wer möchte schon eine komplette Sauerteigkultur backen. 5. Ein grosser Rand zeichnet eine Neapolitanische Pizza aus Jein, ganz sicher nicht in dem Level wie es gewisse Schweizer Pizzerien und/oder Social Media zu verkaufen versuchen. Der Rand wird natürlich nicht aktiv plattgedrückt aber, da eben nicht mit einer Wahnsinnig hohen Hydration gearbeitet wird und maximal 3g Hefe auf einen Liter Wasser bei 8h Gehzeit verwendet werden darf, können gar nicht so krasse Randmonster entstehen wie sie Teils in unserem Land herumgeistern. Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen 6. Leoparding ist ein Qualitätszeichen Nein, Leoparding ist wie vieles der obgenannten Punkte eher ein Zeichen der Pizza Contemporanea. Natürlich ist es wünschenswert, wenn braune Punkte auf dem Rand entstehen jedoch nicht im Ausmass wie es uns Social Media weis machen will. Unser Instruktor, welcher auch eine eigene Pizzeria im Umland von Neapel besitzt, gab sogar zu extra Pizzen für Instagram zu backen welche zwar eher weniger gut sind aber dafür “besser” aussehen. 7. Man braucht eine Knetmaschine Kommt auf die Menge an – bis 1 Liter Wasser / 1.8KG Mehl (ergibt 12 Pizzen) empfiehlt die AVPN den Teig von Hand zu kneten – und um ehrlich zu sein, ganz so anstrengend ist das eigentlich nicht. Um den Teig beim Kneten nicht unnötig zu erwärmen wird auf stretch and fold im Knetprozess komplett verzichtet und man lässt viel eher die Zeit als die Muskelkraft für sich arbeiten. Schau dir unser nach den neusten Erkenntnissen in Neapel angepasstes Teigrezept für eine Neapolitanische Pizza an. 8. Um die Pizza zu Formen braucht man Semola di Grano Duro Rimacinata Jein, offiziell verwendet man für eine Neapolitanische Pizza kein Semola sondern arbeitet ganz einfach mit Pizzamehl. Was aber toleriert wird sind hälftige Mischungen aus Semola und Pizzamehl. Da sich Semola leichter wieder von der Pizza löst werde ich in Zukunft sicher auf eine Mischung aus Semola und Pizzamehl setzen – die reine Verwendung von Mehl ist wirklich nur sehr erfahrenen Personen (um nicht zu sagen ausschliesslich Profis) zu empfehlen. Semola di Grano Duro Rimacinata Jetzt kaufen 9. AVPN zertifizierte Produkte sind automatisch die besten Produkte Jein, wie sich schon beim Ooni Karu 16 in der Gasversion zeigte, sind AVPN zertifizierte Produkte nicht automatisch gut (eine Meinung die vor Ort hinter vorgehaltener Hand sogar bestätigt wurde). Wir verwendeten im Unterricht ausserdem sehr günstige (zwar AVPN zertifizierte) Dosentomaten aber diese enthielten Zitronensäure was auf eine chemische Häutung der Tomaten hindeutet. Wem Qualität und Geschmack wirklich wichtig ist, der kauft San Marzano Tomaten. Unser Instruktor hat uns ausserdem davon abgeraten ausserhalb Italiens Italienische Milchprodukte für seine Pizza zu verwenden – Frische und Qualität seien viel wichtiger als die Herkunft. Dies ist selbstverständlich nicht die offizielle AVPN Meinung, da mit Zertifizierungen von Lieferanten viel Geld verdient wird. Leider bestand auch ein Grossteil des Theorieunterrichtes aus Marketinggeschwafel von zertifizierten Lieferanten und der AVPN selbst, welche natürlich möglichst viele neue Mitglieder gewinnen möchte. Fior di Latte 1KG Jetzt kaufen 24 x San Marzano Bio La Carmela 400G Jetzt kaufen Fazit Der Besuch des Vera Pizza Trainings lohnt sich auf jeden Fall. Während der Theorieunterricht klar hinten abfällt und eher eine Marketingveranstaltung ist (ein paar Youtube Videos über die Tomaten/Käse/Wein?/Öl Produktion hätten gereicht und hätten wohl mehr Informationsgehalt gehabt) ist der Praxisunterricht unschlagbar (hängt wohl auch vom Instruktor ab) und man profitiert auf ganzer Linie. Mit einer Betreuung von 2 (Pizzaiolo und Übersetzerin welche ebenfalls eine gute Pizzaiola ist) auf 6 Personen wird sichergestellt, dass wirklich alle ein hilfreiches Feedback erhalten. Was einem Verbrechen gegen die Italienischen Geschmacksnerven entsprach war leider das von der Schule zur Verfügung gestellte Mittagessen – es ging nicht lange und alle assen nur noch ihre eigenen Pizzen, was aber an den ersten paar Tagen leider noch nicht möglich war.

Der Pizzaparty Ardore Test

Kaum ein Pizzaofen sorgt im Internet so für Aufsehen wie die Modelle Ardore und Emozione vom Toskanischen Hersteller Pizzaparty. Schönes Italienisches Design trifft auf die Wucht eines Gasbrenners. Wie sie sich der Pizzaparty Ardore im pizzaschaufel.ch-Test schlägt erfährst du in diesem Review. Unboxing Geliefert wird der Ardore im unscheinbaren Karton via Post und ohne Palette (im Gegensatz zum Emozione der aufgrund seiner Grösse auf einer Palette kommt). Nicht Mal der Name des Ofens verrät uns der Karton. Im Innern verzichtet die Genotema Surl. (die Firma hinter der Marke Pizzaparty) nahezu vollständig auf Plastik – stattdessen polstert gefalteter Karton den Ofen optimal. Für einen doch eher kleinen Hersteller ganz grosses Kino, welches sich auch hinter dem Branchenriesen Ooni nicht zu verstecken braucht (und deren Verpackungen wir ja immer in den Himmel loben). Die Beine, welche noch an den Ofen angeschraubt werden müssen, befinden sich seitlich und unter dem Polsterkarton findet man den Ofen selbst. Mit einem Zug an der Umreifung hievt man den erstaunlich leichten (18.4 Kilogramm) Ofen aus seinem Karton. Im Ofeninnern befinden sich Schrauben für die Beine, der Knopf für den Regler, die Anleitung und -wenn du den Ofen bei uns kaufst- auch ein Schlauch direkt mit Schweizer Gasdruckregler. Der korrekte Schweizer Gasdruckregler – den du bei uns natürlich standardmässig ab Lager erhältst- sieht folgendermassen aus; Solltest du den Ofen direkt bei Pizzaparty oder bei einem unserer Mitbewerber kaufen, so erhältst du folgenden Gasdruckregler: Links siehst du den Italienischen Gasdruckregler, welcher natürlich nicht an Schweizer Gasflaschen passt und rechts siehst du den mitgelieferten Adapter welcher aufgeschraubt werden kann. Abgesehen davon, dass der Verkauf solcher Gasdruckregler mit Adapter in der Schweiz gem. EKAS-Verordnung verboten ist, lässt sich der Italienische Gasdruckregler auch nicht dicht an einer Schweizer Composite Gasflasche anschliessen. Da der Industrieregler viel zu gross ist, kann man diesen nicht drehen (die Griffe der Flaschen sind im Weg) und da man einen Adapter benutzt ist ein Drehen nur am Adapter nicht möglich, denn mit jeder Drehung in Richtung Falsche löst man den Adapter dafür wieder vom Regler. Dabei könnte es so einfach sein. Solltest du also nicht bei einer Gasexplosion sterben oder schwer verletzt werden wollen, so lohnt sich ein Kauf bei pizzaschaufel.ch – denn nur wir vertreiben die extra für uns gefertigten in der Schweiz zugelassenen Versionen der Pizzaparty Gasöfen. Wir erlauben uns, Anfragen betreffend Umbau für CH-Gasflaschen nicht mehr zu beantworten – die Öfen werden direkt in Italien für uns korrekt produziert und wir können leider nicht die Fehler unseriöser Mitbewerber korrigieren. Weiter geht es mit dem Zusammenbau. Das Einsetzen der beiden Biscotto Steine in den Pizzaparty Ardore ist etwas kniffelig und erfordert Fingerspitzengefühl – das Demonstrationsvideo welches mit dem QR-Code auf der Anleitung verlinkt ist hilft ebenfalls. Die beiden Biscotto Platten müssen zeltartig aufgestellt werden (die beiden glatten Kanten gegeneinander und die A-Seite nach oben)- dann kann man diese mit Druck auf die beiden mittleren Kanten hinunterdrücken. Die Innenwände drücken sich dabei leicht nach aussen, was absolut normal und korrekt ist – dadurch bleiben die Biscottos fix im Ofen und können nicht mehr herausfallen. Anders bringt man die 3cm dicken Biscottos nicht in den Ofen. Nach dem der Ofen also zusammengebaut und am Gas angeschlossen ist geht es mit dem Temperaturtest weiter. Einheizen Die Öfen von Pizzaparty haben keine Piezo Zündung, deshalb erhältst du bei uns zu jedem Ofen ein Feuerzeug. Stabfeuerzeug pizzaschaufel.ch Jetzt kaufen Rodrigo vom Hersteller Genotema erklärt dies damit, dass Piezo-Zündungen zu häufig kaputt gingen und was schliesslich nicht verbaut werde könne auch nicht kaputt gehen (selbstredend fuhr er bei unserem Treffen in der Toskana – sehr sympathisch – mit einem Dacia vor, das Motto was nicht verbaut wird geht nicht kaputt scheint also für die ganze Firma zu gelten). Wir persönlich finden die fehlende Piezo Zündung nicht weiter schlimm, etwas unpraktischer finden wir aber die Gaszuflussregelung welche keinen Anschlag nach unten oder oben hat. Sicherheitstechnisch nicht weiter schlimm, da die Öfen eine Thermosicherung haben welche den Gaszufluss bei fehlender Flamme abstellen. UPDATE Gemäss Kundenkommentar hat Pizzaparty den Regler inzwischen mit einer Begrenzung nach oben und unten versehen was wir sehr begrüssen. Die Schwarze Niete am Ofen stellt den Orientierungspunkt dar. Strich auf Niete bedeutet kein Gasdurchfluss, Grosser Flamme auf Niete maximaler und kleine Flamme auf Niete minimaler Gasdurchfluss. Die Überbrückung der Thermosicherung zum Starten des Ofens erfolgt durch das Drücken des Reglers. Der Ofen heizt – zumindest in der von uns vertriebenen Version mit mehr Gasdruck – relativ schnell auf. Eine erste Messung nahmen wir nach 20 Minuten auf maximaler Flamme vor. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Sehr beeindruckende Messwerte die der Ardore hier abliefert. Trotz seiner grossen Öffnung und des dicken Biscottos (3cm) wäre er bereits nach 20 Minuten bereit eine erste Pizza aufzunehmen. Natürlich wollten wir es noch genauer Wissen und warteten weitere 10 Minuten, weiterhin bei voller Flamme. Die Temperatur würde bei weiterhin voller Flamme mit der Zeit auch sogar noch etwas steigen, was dann aber sowieso fraglich ist ob man das braucht. In der Ofenmitte kamen wir auf ca. 510-520°C maximal wobei im hinteren Bereich auch das Maximum unseres Thermometers von 550° ausgereizt werden kann. Aufgrund des schönen Flammenüberwurfes ist die rechte Seite nur ca. jeweils 30° weniger heiss als die linke, was bei dieser grossen Öffnung schon erstaunlich ist. Backtest Auch diesmal werden wir natürlich eine Pizza im Ofen backen um den Pizzaparty Ardore abschliessend beurteilen zu können. Da der Ofen sich aber einen fixen Platz in unserem Pizzaherzen erobert hat (genauso wie der Macte Voyager welcher nach wie vor im Einsatz ist) und wir ihn seit mehreren Monaten regelmässig brauchen, werden es diesmal sogar mehrere Pizzen sein. Pizzaballenbox inklusive Deckel Jetzt kaufen Teigspachtel Jetzt kaufen Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen Um mal etwas aus der Reihe zu tanzen fangen wir gleich mal mit einer Vegetariana an. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Nach einer kurzen Backzeit von ca. 90 Sekunden war die Pizza auch schon gebacken und so sah sie aus: Was uns beim Backen sehr gut gefallen hat ist die schiere Menge an Platz

Der Cozze Elektro Pizzaofen im Test

Cozze versucht seit ca. zwei Jahren der wohl bekannteste Heimpizzaofenmarke Ooni mit ihren preiswerten und ästhetischen Pizzaöfen den Markt streitig zu machen. Letztes Jahr testeten wir dazu den Cozze 13 als Gasofen der mit seinem unnötigerweise U-förmigen Brenner etwas überausgestattet war und somit für die eine oder andere verbrannte Stelle sorgte. Seit diesem Jahr gibt es nun auch eine Elektroversion des Cozze 13 welche wir hier einem ausführlichen Test unterziehen. Kauf und Unboxing Den Cozze Elektro gibt es teils für massiv unter CHF 300 was schon eine Ansage, insbesondere an Ooni mit dem dreimal teureren Ooni Volt Elektro, ist. Beim Pricing des Volts scheint Ooni – leider genauso wie beim Karu 16 – den Bezug zur Realität etwas verloren zu haben. CHF 270 und zwei Tage später trifft also der Cozze Elektro ein und überzeugt mit seiner auf Lifestyle getrimmten Verpackung. Hier hat Millarco, die Firma hinter Cozze, also einiges dazugelernt in den letzten ungefähr 12 Monaten seit dem Gas Cozze. Auf grosse Ankündigungen auf der Verpackung wird im Gegensatz zu anderen Herstellern verzichtet. Auch in Sachen Polsterung kann Cozze fast mit Ooni mithalten. Auf Styropor wird weitgehend verzichtet und es kommt relativ wenig Plastik zum Einsatz. Die Gebrauchsanweisung hält leider eine etwas unschöne Überraschung bereit. Der Ofen darf nur im Freien und nicht in Gebäuden verwendet werden (wir vermuten aufgrund der Brandgefahr – ja eine Pizza kann in einem Ofen mit Temperaturen über 400°C schon mal Feuer fangen – welche nicht durch eine Türe mit Feuerfestem Glas zurückgehalten wird). In der Packung befindet sich neben der Gebrauchsanweisung natürlich der Ofen selbst, ein Cordierit Pizzastein und ein Blech welches dank anzuschraubendem Griff als Türe dienen wird. Der Ofen wird – zumindest bei Jumbo – direkt mit dem korrekten CH-Stecker geliefert. Der Stecker ist zwar unerklärlich gross aber da kann man bei diesem Preis absolut darüber hinwegschauen. Zur Installation des Griffes am Türblech wird ein Torx T25 benötigt welcher nicht mitgeliefert wird. Finden wir etwas komisch aber auch da kann man bei dem Preis (und als versierter Heimwerker sowieso) darüber hinwegschauen. Einheizen Nachdem der Ofen zusammengesetzt und platziert wurde sieht das Ganze dann so aus: Da wir zum Glück über eine Balkonsteckdose verfügen können wir den Ofen auch ohne Verlängerungskabel testen. Den Ofen startet man über ein wahnsinnig billig anmutendes Drehrad welches wohl den vorgeschriebenen Einsatz im Freien nicht ewig mitmachen wird. Wir heizen den Ofen auf und schon nach ungefähr 15 Minuten erreicht die Cordierit Platte in der Mitte solide 426.9° Celsius. Ganz schön potent. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Backtest Getestet wird natürlich auch dieser Ofen mit einem Klassiker der Neapolitanischen Küche. Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen San Marzano Bio La Carmela 400G Jetzt kaufen Pizzaballenbox inklusive Deckel Jetzt kaufen Den Pizzateig haben wir nach folgendem Rezept zubereitet wobei die Hydration (also der Wasseranteil) auf 70% oder 7 Deziliter auf 1 Kilogramm Mehl erhöht wurde. Das mit dem Ofen mitgelieferte Pizzateigrezept wirft man am besten gleich direkt ins Altpapier. Kochendes und kaltes Wasser mischen? Semola (also Durummehl) im Teig? fast nicht aufgehen lassen? tiefe Hydration? Eine äusserst kurlige Kreation die Cozze da empfiehlt. Die Marinara, die wohl puristischste aller Pizzen, bedarf etwas mehr Tomatensauce als beispielsweise eine Margherita, da der Käse fehlt und sich ansonsten Luftblasen bilden. Mit unserem Pizzasaucenlöffel sind 3 Löffel voll wohl als Ideal zu bezeichnen. Pizza Saucenlöffel Jetzt kaufen Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Auf dem obigen Bild offenbart sich auch eine weitere Schwäche des Cozze Elektro Pizzaofens. Das Türblech ist nicht wirklich eine Türe und entsprechend ist sie immer im Weg und man muss sie – obwohl wahnsinnig heiss – halt irgendwo zwischenlagern während man am Ofen hantiert. In unserem Fall war das auf dem sowieso schon verwitterten Balkontisch und die Brandspuren sind somit nicht weiter schlimm. Beim Drehen offenbart sich ein weiteres Problem des Ofens welches unserer Ansicht nach auch einiges störender ist als das Türblech und zwar die Höhe des Backraumes. Ein Problem welches bereits der Gas Cozze hat. Pizzaschaufel rund 23cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Die geringe Höhe des Backraumes ist in vielerlei Hinsicht ungünstig. So Kann die Pizza kaum im Ofen gedreht werden, ohne dass sie an der Heizschlange ankommt und verbrennt, der Stein kann nach ein, zwei Pizzen nicht wie sehr zu empfehlen mit einer Ofenbürste gereinigt werden und schlussendlich erlaubt die geringe Höhe auch nicht den Ersatz des Cordierit Steines durch einen Biscotto welcher üblicherweise um einiges bessere Backergebnisse liefert. Kann man sich gleich sparen, Kauf einer Pizzaofenbürste für den Cozze Elektro; Pizzaofenbürste Messing Jetzt kaufen Mehr überzeugen als die Höhe des Backraumes kann hingegen das Backergebnis. Zwar ist die Hitzeverteilung aufgrund der Türsituation und des erschwerten Drehens im niedrigen Backraum etwas zweiseitig (links und rechts) aber auch bei einem Ooni Koda sieht das häufig nicht viel besser aus. Pizzabrett aus Birkenholz mit Griff Jetzt kaufen Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Mit der Unterseite machte der Cozze Elektro auch ganz klar das Rennen gegen seinen Bruder, den Cozze Gas. U-Förmige Brenner sind halt einfach komplett unnötig und werden nur von Pizza-Laien (das Pizzateig Rezept lässt grüssen) verbaut. Fazit Der Cozze Elektro ist ein preiswerter Pizzaofen und für Einsteiger sicher ein geeignetes Arbeitswerkzeug. Schade ist, dass er nur im Freien verwendet werden kann und dass die Heizelemente so wahnsinnig weit in den Backraum hinunterhängen. Auch an der Langlebigkeit des Ofens zweifeln wir etwas, da die Bedienelemente alles andere als für den längerfristigen Ausseneinsatz geeignet erscheinen, auch der Lack zeigte bereits nach einmaligem Einheizen feine Risse. In Relation zum Preis ist die Leistung aber absolut angemessen und wer nicht allzu ambitioniert Pizza bäckt wird mit dem Cozze Elektro wohl zumindest kurzfristig glücklich werden. Wer eher längerfristig plant und etwas mehr Budget hat fährt mit einem Macte Voyager aber auf jeden Fall besser und kann im Winter erst noch in der warmen Küche Pizza backen.

Ooni Karu 16 – hoher Preis aber ist er das Geld auch wert?

Ooni brachte mit dem Karu 16 vor etwas mehr als eineinhalb Jahren den Ersten von der AVPN zertifizierten Pizzaofen auf den Markt. Zu einem, für einen in China produzierten Heimpizzaofen, noch nie dagewesen hohen Preis von CHF 899.- in der Basisversion. Ooni verspricht in erster Linie mehr Platz und erstmals fix am Ofen montierte Türe und Thermometer. Im pizzaschaufel.ch–Test erfährst du ob sich das viele Geld für diesen Ofen wirklich lohnt. Unboxing Dass schöne, praktische und nachhaltige Verpackungen Ooni am Herzen liegen zeigte sich bisher bei jedem gekauften Ofen, sei es der Koda 12, Fyra 12 oder Karu 12 die Verpackungen waren schon immer gut und wurden aber über die vergangenen Jahre immer noch besser und nachhaltiger. In Sachen Verpackung wird Ooni unbestritten ihrem Claim “World’s No. 1 Pizzaoven Brand” gerecht. Wie bei quasi jedem Pizzaofenhersteller ist die Verpackung voller Versprechungen welche wir uns hiermit auch kurz anschauen wollen: Der Ofen soll also 500° Celsius heiss werden und das in nur 15 Minuten um dir Pizza in 60 Sekunden zu backen. Ausserdem sei der Ofen von der AVPN getestet und werde empfohlen und wir erfahren auch, dass wir für die CHF 899 nur gerade mit Holz und Kohle backen können. Einen Gasbrenner gibt es für weitere ca. CHF 100 dazu womit wir bei über CHF 1’000 landen – ein wirklich sehr stolzer Preis für einen Ofen aus Chinesischer Produktion – auch wenn er natürlich nicht vergleichbar ist mit z.B. diesem China-Exemplar sondern absolut perfekt verarbeitet und verpackt ist. Beim Öffnen der Verpackung verfliegen die Zweifel am Preis/Leistungsverhältnis aber sehr schnell wieder. Der Ofen ist genial gut verpackt und kommt ohne Styropor oder anderes extrem lästiges und nicht umweltfreundliche Verpackungsmaterial aus. In Sachen Verpackungen scheint Ooni wirklich jahrelangen Vorsprung auf sämtliche uns bekannten Ofenhersteller zu haben. Natürlich haben wir uns den Gasbrenner auch gekauft alleine schon, weil die Verwendung mit Holz oder Holzkohle in Wohnblöcken absolut nicht zu empfehlen ist, wie Karu 12 und Fyra 12 zeigten. Beim Gasbrenner schafften es Ooni und Galaxus leider nicht einen Schweizer Gasdruckregler zu liefern, sondern dieser kam mit dem Deutschen Pendant. Wie erfahrene Leser dieses Blogs wissen (Test Millarco Cozze) passt dieser auf Schweizer Gasflaschen ist aber nicht dicht und somit gemeingefährlich und nur für diplomierte Sprengmeister zu empfehlen. Durch einen Wechsel des Druckreglers liess sich dieses Problem aber zum Glück lösen. Der Zusammenbau des Ofens gestaltet sich als ausgesprochen einfach und so ist er schon nach kurzer Zeit ready für ein erstes Einfeuern. Einfeuern Die Piezo-Zündung des Gasbrenners funktioniert leider – wie bei Ooni häufig – nicht einwandfrei – sie zündet aber in so 60-80% der Fälle korrekt und ist somit trotzdem gut verwendbar. Unerklärlich ist für uns, weshalb ausgerechnet alle günstigen und in China entwickelten Öfen wie der Aldi Ofen (Fire King Bologna) oder der Qubestove 16 eine solch einwandfreie Piezozündung haben (auch diese hatten eine Thermosicherung, daran kann es also nicht liegen). Wie dem auch sei, vielleicht sollten wir nicht zu sehr auf dieser nicht allzu zuverlässig Ooni Piezo-Zündung rumhacken, denn unsere Gasöfen haben so eine gar nicht erst (was nicht verbaut wurde kann auch nicht kaputt gehen, erklärte uns Rodrigo den Ansatz von Pizzaparty bei unserem Besuch). Pizzaparty Emozione Jetzt kaufen Nach 15 Minuten erreicht der Ofen gemäss eigenen Angaben 347 Grad. Also weit entfernt von den versprochenen 500 Grad in 15 Minuten. Noch besser macht das Ganze, dass das integrierte Thermometer wohl eher etwas selektiv misst und der Stein in der Mitte nach 15 Minuten in Wirklichkeit eher so zwischen 270 und 280 Grad heiss ist. Man muss dazu sagen, dass auch der Karu, sei es 12 oder 16 nach 15 Minuten eher noch nicht ganz auf Betriebstemperatur ist. Erstaunen tut dies trotzdem, da der Karu 16 ja eine Türe hat, welche ja eigentlich einer guten Isolation zuträglich sein sollte. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Nach weiteren 30 Minuten (also insgesamt 45 Minuten) stieg die Temperatur nicht mehr weiter. Das Ofenthermometer legte sich auf 429 Grad fest – ein Messwert den auch unser Infrarot Thermometer bestätigte. Besitzer des Karu 16 brauchen also nur ein Infrarotthermometer, wenn sie die Hitzeverteilung im Ofen überprüfen wollen – ist der Ofen einmal heiss sollte das eingebaute Thermometer wohl ausreichen. Es ist schon etwas verstörend, dass ausgerechnet das Topmodell (zumindest preislich) von Ooni nur gerade so knapp 430°C und das erst nach 40-45 Minuten erreicht. Eventuell wäre das Ganze mit Holzkohle oder sehr trockenem Buchenholz zu überbieten, darauf haben wir aber bewusst verzichtet, da die Rauchentwicklung für Wohnsituationen mit Nachbarn häufig eher unpassend ist (der Fyra bleibt uns da besonders in Erinnerung aber auch der Karu 12 war nicht gerade russarm). Auch aus gastronomischer Sicht ist Holz und Holzkohle wohl eher ein Nach- als ein Vorteil. Da die Pizza niemals im direkten Rauch sein sollte (wir wollen ja nichts räuchern) ergibt sich geschmacklich kein Mehrwert. Auch sind das Nachlegen von Holz und oder Kohle und damit das regulieren der Temperatur viel mehr für Event- als für Pizzaenthusiasten geeignet. Backtest Um den Ooni Karu 16 aber abschliessend zu testen bedarf es natürlich einer Pizza. Und so eine haben wir auch gemacht, eine Margherita um genau zu sein. Pizzaballenbox inklusive Deckel Jetzt kaufen Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen Teigspachtel Jetzt kaufen Die Pizza riss schon beim Belegen. Die Performance des Pizzaolos passte sich also irgendwie der Heizleistung des Ofens an – beides leider eher so mittelmässig. Nichtsdestotrotz hier das Foto: Pizzaschaufel 35 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Der Boden der Pizza passte uns gar nicht, denn trotz der relativ tiefen Temperatur des Cordierit Steines verbrannte dieser (während der Rand das nicht war). Pizzabrett aus Birkenholz mit Griff Jetzt kaufen Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Fair, man muss sagen, dass wir seit geraumer Zeit nur noch Pizzen auf Cordierit backen wenn ein Test dies erfordert. Denn Schamottsteine (Ja, du kannst dir auch einen ganz normalen Schamottstein z.B. im Jumbo Kaufen und diesen auf deinen Grill legen, günstig und kommt erst noch nicht aus Fernost) oder Biscotto wie sie in Italien heissen sind einfach

Pizzaofen mit Drehautomatik! der QubeStove 16 von Qstoves im Test

Eine Drehautomatik im Pizzaofen – ein Traum von vielen Pizzaenthusiasten und Pizzaenthusiastinnen. Erste Versuche machte so eine Drehautomatik für Heimpizzaöfen bei vielen Bastlern und Erfindern bereits in Ooni Öfen. Der erste Heimpizzaofen der ab Werk mit Drehautomatik vorgestellt wurde war dann aber der QubeStove von Qstoves und inzwischen gibt es auch weitere Öfen mit diesem Konzept wie jene von Witt. Bei pizzaschaufel.ch, dem Pionier auf dem Schweizer Heimpizzamarkt, geht es aber natürlich um die Pioniervariante von Qstoves. Kauf Im August 2022 fielen wir mal wieder einer Instagramwerbung zum Opfer. Die Kickstarterkampagne von Qstove für den QubeStove16 war zu interessant um sie nicht anzuklicken. Für USD 349 wurde ein Gaspizzaofen inkl. Drehautomatik, Zubehör und Lieferung Angeboten. Sehr wenig Geld, wenn man die Grosshandelspreise für Italienische Pizzaöfen, mit denen wir hier handeln, kennt – diese liegen weit darüber. Aber da beginnt es auch schon, bei Qstoves handelt es sich mit nichten um einen Italienischen Hersteller. Gemäss der unglaublich schlechten Kickstarterpage handelt es sich bei Qstoves um eine Firma aus den USA – eine Herkunft die man nicht müde wird zu betonen. Selbstverständlich liessen wir uns dadurch nicht einlullen, genauso wenig wie durch die wahnsinnig amateurhaften Influencervideos. Was uns aber überzeugte war die Gegenüberstellung mit dem Ofen Koxx vom Hersteller OOxx – denn wer will schon nicht mehr für weniger Geld und vor Allem mehr Blogbeiträge! Auch die CAD-Zeichnungen der Design Journey waren sehr überzeugend und so konnten wir nicht anders als den Ofen bestellen. Dass man nach der Bestellung mit E-Mails von Longham Tec auf Chinesisch zugespammt wird, bestärkte uns umso mehr in unserer Entscheidung den richtigen Ofen bestellt zu haben. Und natürlich bestätigte sich damit auch wo die Screenshotspezialisten wirklich sitzen (natürlich in Shenzhen, Washington State, Peoples Republic of USA). Nach der Chinesischen Spamattacke passierte mal länger nichts mehr. Aus dem versprochenen Lieferdatum von November 2022 wurde natürlich nichts und auch Infos gab es keine mehr (wieso auch? selbst schuld wer bei so einer stümperhaften Kickstarter Kampagne mitmacht). Irgendwann als wir dann mal wieder die Kickstarter Kampagne überprüften waren da bereits viele genervte Kommentierer die sich fragten wo denn ihr Ofen bleibe – selbstverständlich antwortete auch da niemand von Longham Tec. Aber weitere Nutzer machten auf eine geheime Facebookgruppe aufmerksam in der man angeblich weitere Infos erhalte. Also taten wir uns auch das an und, oh Wunder auch dort gab es keine sinnvollen Antworten – es wurde immer auf ein wöchentliches Einstündiges?! Video verwiesen in dem man alle relevanten Informationen erhalte. Falls dir das alles jetzt schon zu bunt ist und du für deinen Pizzaofen nicht stundenlang irgendwelche Videos in monolgform schauen willst hätten wir da einen Tipp: Macte Voyager Smart inkl. Biscotto Jetzt kaufen Jedenfalls nahm die Zeit Ihren Lauf und es wurde 2023 und plötzlich Mitte März 2023 erhielten wir eine Zoll und Mehrwertsteuerrechnung über CHF 52.35 von Dominic Fleming Electrical Accessories Ltd in Dublin, Irland für eine Sendung über 33.66 Kilogramm. Der Verdacht lag nahe – obwohl Steuern und Zoll eigentlich hätten inklusive sein müssen- dass es sich hier um den Qubestove 16 handelt. Da wir unsere Rechnungen immer pflichtbewusst bezahlen bezahlten wir auch diese und siehe da, zwei Tage später fuhr ein Postlastwagen mit einem Pizzaofen vor. Unboxing Der Ofen scheint die Reise aus China via Irland also unbeschadet überstanden zu haben was doch sehr erfreulich ist, weniger erfreulich war was sich im Innern des Kartons versteckte. STYROPOR, ganze drei Abfallsäcke voll davon. Das kann z.B. OOxx beim Modell Koxx viel besser. Bei einem wirklich transparenten Vergleich hätte der Qubestove beim Kriterium nervige Verpackung also unumstritten auch ein Häkchen bekommen. Neben Unmengen an Styropor gab es aber auch noch eine sehr geschätzte Ofenabdeckung – wirklich cool, dass die Standardmässig dabei ist – sowie eine komplett sinnentleerte Silikonbackmatte, für Personen die nach der Beseitigung des Styropors noch nicht genügend Plastikspuren in ihren Teig eingearbeitet haben. Desweitern erhielten wir einen sehr kleinen Pizzaschneider dazu der schon beim schräg anschauen auseinander fiel – aber überzeugt euch selbst; Falls du keine Nerven für solches Gebastel in deiner Küche hast gibt es hier einen richtigen Pizzaschneider: Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Die Verarbeitung des Pizzaschneiders war leider nur der Vorbote für den Rest des Ofens. Eine Styroporlage weiter fand sich der Motor für die Drehautomatik. Kaum nahm man diesen in die Hand musste man bereits davon ausgehen, dass dieser kaputt ist – aber hört selbst: Nach dem Einsetzen von drei AA Batterien stellten wir aber mit Erleichterung fest, dass die Drehautomatik des Qubestoves 16 trotz losen Teilen im Innern wohl funktionieren dürfte. Desweitern befanden sich natürlich der Brenner, der Backraum, der runde Cordierit Pizzastein und das Kaminrohr in den Verpackungen. Ausserdem gab es eine Anleitung welche auszugsweise gar nicht für den Qubestove 16 sondern den Qubestove 12 geschrieben wurde. Entsprechend hiess es beim Zusammenbau etwas improvisieren. Zuerst galt es den Brenner in seiner Zusatzfunktion als Gaskocher zu testen. Beim Zusammensetzen offenbarte sich, dass die Profis von Qstoves so genau gearbeitet haben, dass gar nichts zusammenpasst. Entsprechend erhält man zum Brenner anstelle eines Kocheraufsatzes eine Menge Altmetall. Was uns dann aber wirklich erstmals wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte war, dass der Brenner tatsächlich mit korrektem Druckregler und Anschluss für die Schweiz geliefert wurde. Eine Leistung die viel Respekt verdient, denn von Ooni über Cozze bis zu den Italienischen Herstellern schaffen es die wenigsten beim ersten Anlauf den korrekten Druckregler und vor allem auch Anschluss für die Schweiz mitzuliefern. Da Qstoves wohl schon befürchtete, dass jede*r nach dem Feststellen dieser ausserordentlichen Verarbeitungsqualität sein neu erworbenes Altmetall am liebsten gleich wieder entsorgen würde gab es auch noch ein wunderschönes “Do not return item”-Zertifikat dazu. Design- und Druckkosten sowie Hakenkreuze?! in den Ecken die man sich bei guter Verarbeitung hätte sparen können. Nach dem Kocher ging es ans Zusammensetzen des Backraumes und der Drehautomatik. Wie beim Brenner selbst waren auch hier die Bleche sehr dreckig und mussten erstmal gereinigt werden. Leider gab es auch hie und da eine scharfe Kante – unschön. Das Zusammensetzen der Drehautomatik gestaltete sich als äusserst schwierig,

Pizzateig mit 100% Lievito Madre (Sauerteig)

Nachdem mal wieder eine Sauerteigkultur herumgereicht wurde packte ich die Chance und experimentierte ein wenig mit Pizzateig mit Lievito Madre. Ob sich der Mehraufwand lohnt erfährst du in diesem Blogbeitrag. Teigherstellung Zur Herstellung von zwei Pizzaballen für Pizzen in Standardgrösse ging ich folgendermassen vor. Zuerst setzte ich ca. 40 Stunden vor dem eigentlichen Pizza backen einen Vorteig an, dazu verwendete ich ca. 60 Gramm Sauerteigkultur. Um den Vorteig anzusetzen verwendete ich zusätzlich 50 Gramm Caputo Doppio Zero und 5 Zentiliter lauwarmes Wasser. Feinwaage Jetzt kaufen Was dann folgendermassen vor sich ging: Den Vorteig liess ich danach 24 Stunden bei Raumtemperatur ruhen. Nach dieser Ruhepause fügte ich 150 Gramm Caputo Nuvola und 150 Gramm Doppio Zero, 2 Deziliter lauwarmes Wasser sowie 1 Kaffeelöffel Salz hinzu und verknetete diese klebrige Masse. Lievito Madre macht denn Teig erstaunlich viel klebriger – der gekonnte Pizzabäcker merkt nämlich anhand obiger Beschreibungen, dass der Sauerteig mit 50% Hydration sowie den Vorteig mit ebenfalls 50% Hydration die Gesamthydration auf einiges unter 65% fallen lässt und trotzdem war der Teig klebrig wie noch nie. Danach war es Zeit dem Teig weitere zwölf Stunden Ruhe zu gönnen. Auch nach diesen zwölf Stunden war der Teig nicht weniger Klebrig und es war schliesslich eine Challenge die Pizzaballen einigermassen schön in die Ballenbox zu bringen. Die Teigballen erhielten dann weitere vier Stunden Ruhe in der Pizzaballenbox. Pizzaballenbox inklusive Deckel Jetzt kaufen Das Formen war eine so klebrige Angelegenheit, dass es davon keine Bilder gibt. Dann wurde es auch schon Zeit die Margherita im legendären Macte Voyager bei ca. 460°C Biscotto Temperatur zu backen. Macte Voyager Smart inkl. Biscotto Jetzt kaufen Fazit Die beiden Ergebnisse konnte sich optisch durchwegs sehen lassen. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Den Geschmackstest bestanden die beiden Pizzen auch. Jedoch war sich unsere dreiköpfige Jury einig, dass die ganz leichte Säure des Teiges nicht sein müsste. Auch geriet die Pizza – insbesondere im belegten Bereich – aufgrund der Klebrigkeit des Teiges eher etwas dicker als üblich. Inskünftig werde ich mir also wohl den Zusatzaufwand für einen Teig mit Lievito Madre ersparen und lieber den allseits beliebteren direkten Teig mit Hefe verwenden.

Welcher G3 Ferrari Pizzaofen ist besser, das Modell Napoletana oder der Delizia?

Die Pizzaöfen von G3 Ferrari sind so etwas wie die Einstiegsdroge für angehende Pizzabäcker. So war es auch ein G3 Ferrari Delizia den wir vor Jahren einem Hobbypizzaiolo Freund schenkten. Inzwischen gibt es neben dem G3 Ferrari Delizia auch den teureren G3 Ferrari Napoletana. Im Internet finden sich keine direkten Vergleiche der beiden Öfen und auch die Beschreibungen der Onlineshops sind eher dürftig. Entsprechend ist ein pizzaschaufel.ch Vergleich hier überfällig. Unboxing und Temperaturtest Geliefert werden beide Öfen in kompakten Kartonschachteln, welche vollmundig Backtemperaturen von bis zu 400° Celsius versprechen. Mit dabei sind ausserdem bei beiden Öfen so etwas wie Pizzaschaufeln welche aber das gleiche Problem haben wie jene des Ariete Pizzaofen. Im Vergleich zum Ariete sind die Schaufeln bei den G3 Ferrari Öfen aber immerhin aus Aluminium und verbiegen sich nicht sofort. Beim G3 Ferrari Snack Napoletana wird zusätzlich noch ein zweiter Cordierit Stein für den Deckel mitgeliefert, damit man den Pizzaofen auch als Sandwichtoaster zwecksmissbrauchen kann. Das 400° Celsius Versprechen wird denn auch gleich als erstes beim Aufheizen der beiden Öfen geprüft. Wie bei den quasi nicht isolierten Günstigöfen üblich, schwanken die Temperaturen massiv zwischen den Betriebsmodi – Nur bei eingeschaltetem Heizelement kann überhaupt eine Pizza gebacken werden (Deshalb immer nur auf Stufe 2.5 vorheizen und sobald die Pizza im Ofen ist auf 3 stellen). Damit der Test für beide Öfen fair ist wurde sofort nach dem Erreichen der Temperatur (und somit mit dem Abschaltgeräusch des Thermostaten) die Temperatur des Steines gemessen. Siehe hierzu als Beweis auch das Video auf Instagram. Als erstes kommt der G3 Ferrari Napoletana zum Temperaturtest. Er erreicht lediglich 318°C und spielt somit schon eher in der Liga der Haushaltsbacköfen. Dafür werden die Bedienelemente schön warm aber dieses Problem hat der Delizia im kleineren Ausmass auch. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Die Drehregler erreichen beim Napoletana sehr warme 90.9° Celsius und diejenigen beim Delizia sind mit 86.6° ebenfalls nicht gerade angenehm anzufassen aber immerhin etwas kühler. Der G3 Ferrari Delizia erreicht 363.7°C das ist etwas weniger als der Ariete Pizzaofen im Test aber doch einiges besser als der G3 Ferrari Napoletana. Erstaunlich insbesondere, da beide G3 Ferrari Öfen mit 1200 Watt arbeiten. Backtemperaturen von 400° dürften somit bei Aussentemperaturen von wohlig warmen 58° Celsius tatsächlich möglich sein. Backtest Selbstverständlich müssen sich auch die beiden Pizzaöfen von G3 Ferrari einer Margherita stellen. Für den Teig haben wir uns an das pizzaschaufel.ch Rezept gehalten zumindest plus minus – was sich als sehr schlechte Idee herausstellte. Bei der Hefe reduzierte ich die Menge massiv was sich leider als Fehler herausstellte – in Zukunft sollte auch ich unsere Produkte wie die Feinwaage einsetzen und Handgelenk x π etwas weniger walten lassen. Würde Ziomarco hier schreiben, läge das jetzt an der verwendeten Bio Trockenhefe 😉 aber ich kann euch versichern, auch mit Bio Produkten lassen sich sehr gute Resultate erzielen. Einfach die etwas hohen Hefewerte aus dem Rezept beibehalten und genau abmessen. Als Mehl musste im Test ein Caputo Doppio Zero hinhalten. Pizzaballenbox inklusive Deckel Jetzt kaufen Bei den mitgelieferten “Pizzaschaufeln” wagten wir nochmals einen Versuch. Wie erwartet sind sie hochgradig unpraktisch – nur schon, weil man sie mit beiden Händen benutzen muss und entsprechend eine dritte Hand zum Öffnen des Ofens braucht. Nach dem Wechsel auf echte Pizzaschaufeln nahm der Backtest dann erst wirklich fahrt auf. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Die Resultate aus den beiden Öfen, die Pizza aus dem Napoletana links und diejenigen aus dem Delizia rechts. Während es sich bei der Pizza aus dem Napoletana trotz Tomaten fast um eine Pizza Bianca handelt ist beim Exemplar aus dem Delizia immerhin der Ansatz eines Leopardenmusters zu erkennen. Fazit Die beiden Öfen von G3 Ferrari unterscheiden sich relativ stark, auch preislich. Während der Delizia etwas über CHF 80 kostete ist der Napoletana ca. CHF 140. Trotz des höheren Preises und des Namens ist der Napoletana für Napoletanische Pizza komplett ungeeignet. Für Piadine, Panino und andere Sandwicharten sprich als Sandwichtoaster (mit dem zweiten Cordierit Stein) und ab und zu für eine Tiefkühlpizza wird der Napoletana sicher seine Daseinsberechtigung haben, nicht aber für Pizzabäcker. Diese können getrost zum fast CHF 60 günstigeren Delizia greifen und erhalten erst noch bessere Pizzen. P.S. die gesparten CHF 60 sind hier gut angelegt Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Ob es der Ariete Pizzaofen oder der G3 Ferrari Delizia werden soll ist wohl eher eine Frage des Preises und der Designvorliebe, die beiden Öfen schenken sich nicht viel. Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handlet sich um die freie Meinung des Autoren.

Welcher Ooni Pizzaofen? Karu oder Koda?

Ooni bietet inzwischen ganze fünf verschiedene Pizzaöfen an. Während die Koda Reihe jeweils für eine reine Gas Befeuerung steht und der Fyra nur mit Holzpellets befeuert werden kann sind die Öfen der Karu Serie sogenannte Multi-Brennstoff Öfen. Der Karu 12 und der Karu 16 können dank dem optionalen Gasbrenner mit Holz, Kohle oder eben Gas befeuert werden. In diesem Test erfährst du welcher Ofen sich besser schlägt der Koda oder der auf Gas umgerüstete Karu. Wie sich der Ooni Karu mit Holzkohle schlägt hast Du ja bereits hier gelesen. Schon beim Aufheizen der beiden Öfen zeigen sich -zumindest optisch- grosse Unterschiede. Die Flamme des Ooni Karu ist gelblich und kommt sehr weit in den Backraum hinein während der Ooni Koda seine blauen Flammen nur ganz hinten im Ofen zeigt. Nach 15 minütiger Aufheizzeit ergeben sich die folgenden Temperaturen, gemessen jeweils in der Mitte des Steines auf dem Ooni Logo. Der Karu ist mit 339 °C etwas kälter als der Ooni Koda mit 353 °C, dies könnte am Brenner oder aber auch am 5mm dickeren Cordierit Stein im Ooni Karu liegen. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Auch nach 25 Minuten ist der Ooni Koda nach wie vor heisser als der Ooni Karu – dass das ganze nur am dickeren Stein nicht aber am Brenner liegen kann sehen wir später in diesem Review. Eine weitere Möglichkeit für den Temperaturunterschied könnte das von mir fälschlicherweise nicht verwendete Kaminrohr am Ooni Karu sein. Auch beim Verwenden des Gasbrenners sollte man im Ooni Karu – entgegen dem kaminlosen Design des Ooni Kodas – für einen besseren Zug das Kaminrohr installieren. Somit war es Zeit zwei Pizza Margherita zu formen um den Ooni Koda und den Ooni Karu im ultimativen Vergleich gegeneinander antreten zu lassen. Links siehst du die Pizza für den Ooni Karu, rechts jene für den Ooni Koda. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Verwendet habe ich dazu das pizzaschaufel.ch Standard Teigrezept. Dieses Mal mit dem unglaublich guten Bio Mehl (Nr. 6, Tipo 0, für extra lange Gehzeiten) von Molino Merano. Bereits beim ersten Vermengen bildet sich eine wahnsinnig stabile Glutenstruktur – einen Unterschied den man sofort feststellt wenn man häufig Pizzateig macht. Im Ooni Karu muss die Pizza gefühlt ein mal weniger gedreht werden da die Hitzeverteilung etwas gleichmässiger scheint. Die Resultate lassen sich auf jeden Fall aus beiden Öfen sehen. Links siehst du wieder die Pizza aus dem Ooni Karu, rechts das Pendant aus dem Ooni Koda. Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen Die Chancen auf ein schönes Leoparding scheinen beim Ooni Karu einiges besser als beim Ooni Koda. Beim Ooni Koda wird eher grossflächig “verbrannt”- apropos verbrannt, obwohl die Pizza aus dem Ooni Karu von oben alles andere als verbrannt aussieht zeigen sich auf der Unterseite doch grössere Unterschiede der beiden Oonis. Der Stein scheint aufgrund seiner Dicke von 15mm im Ooni Karu einiges heisser zu werden. Das nächste mal würde ich den Ofen weniger stark vorheizen und dann aber während des Backens auf mehr Oberhitze setzen, dadurch dürfte man noch bessere Resultate erreichen. Pizzaofenbürste Messing Jetzt kaufen Fazit Der auf Gas umgerüstete Ooni Karu und der Ooni Koda sind sehr ähnliche Brüder und sie schenken sich fast nichts. Wir entschieden uns den Ooni Karu für den Rest der Pizzaparty zu verwenden – nicht unbedingt weil er besser ist sondern weil wir alle den Koda schon besser kennen. Wer sowieso nur mit Gas Pizza backen möchte der ist mit dem doch einiges günstigeren Ooni Koda besser bedient, wer ab und an mal mit Holz, Kohle oder eben Gas eine Pizza backen möchte der kauft sich einen Ooni Karu. Zu beachten gibt es, dass der Ooni Karu etwas grösser und somit weniger handlich ist und auch einen etwas höheren Gasverbrauch hat. Pizzaschaufel rund 18 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handlet sich um die freie Meinung des Autoren.

Pizza mit dem Pizzastein im Backofen – mit diesen Tipps klappts

Nicht jeder oder jede möchte gleich einen Pizzaofen anschaffen – sei dies aus finanziellen oder platzbedingten Gründen. Eine gute Alternative kann dabei die Verwendung eines Pizzasteines im Backofen oder Grill sein. Mit dem Stein allein ist’s aber noch nicht gemacht. Mit den nachfolgenden Tipps kommst du mit deinem Pizzastein möglichst nahe an eine Pizza aus dem Pizzaofen. Wie immer begann auch dieses Pizzabacken bereits Minimum 24 Stunden vor dem eigentlichen Backen. Mit dem Rezept für einen klassischen Neapolitanischen Pizzateig und dem erstmals gekauften Coop Sapori d’Italia Mehl startete ich in das Abenteuer Backofenpizza mit Pizzastein. Beim Teig habe ich bewusst auf die Zusatzstoffe Zucker und Olivenöl verzichtet um zu zeigen, dass man auch mit den Pizzateig-Originalzutaten gute Ergebnisse erreichen kann. Glücklicherweise verzichtet auch Coop bei ihrem Pizzamehl auf die Beimischung von Hartweizengriess (als soweit mir bekannt einzige Detailhändlerin der Schweiz), denn Semola wird zum Formen nicht aber für den Teig selbst verwendet – da scheint in den Einkaufsabteilungen von Migros, Aldi & Co. etwas Verwirrung zu herrschen. Ein weiterer Vorteil des Coop Farina per Pizza gegenüber z.B. den meisten Caputo Mehlen ist die garantierte Weizenherkunft aus Italien, ein Land welches die Anwendung von Pflanzenschutzmittel kurz vor der Ernte verbietet. Als Pizzastein verwendete ich den im Ooni Koda mitgelieferten Cordierit Pizzastein welcher ziemlich identische Eigenschaften wie ein handelsüblicher Landi, Outdoorchef, Lidl, Jumbo, you name it Pizzastein haben dürfte. Wichtig bei der Platzierung des Pizzasteines im Ofen ist die Nähe zur oberen Heizspirale, hast du einen Haushaltsbackofen neueren Baujahres wird dies etwas schwieriger, da die Spiralen häufig verkleidet sind und die für die Pizza so essenzielle gnadenlose Hitze entsprechend etwas gemässigter auf den Pizzastein prallt. Vor dem Formen der Pizza gilt es den Pizzastein auf Temperatur zu bringen. Ich selbst benutzte dazu ausschliesslich die obere Heizspirale in der Grillfunktion. Dies dürfte bei deinem Ofen natürlich etwas anders aussehen, verwende einfach diejenige Einstellung deines Backofens die dir ein Maximum an Oberhitze garantiert. Von unten benötigst du keine Hitze, diese wird die Pizza über den Pizzastein aufnehmen. Nach etwas mehr als 30 Minuten mass ich die Temperatur des Pizzasteines. Immerhin 279.4 °C erreichte der Pizzastein in der Mitte – könnte schlimmer sein. Da die Temperatur danach nicht mehr merklich stieg und der Thermostat des Backofens die Heizschlange teils sogar abstellte begann ich mit dem vorbereiten der Pizza. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Wie bei pizzaschaufel.ch Tests üblich bereitete ich auch hier eine Margherita zu Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Nach ungefähr sechs Minuten Backzeit und einer Drehung sah die Margherita dann so aus. Pizzabrett aus Birkenholz mit Griff Jetzt kaufen Fazit Eine Pizza aus dem Backofen mit Pizzastein kann erstaunlich gut gelingen – schon nicht direkt vergleichbar mit dem Pendant aus dem Pizzaofen aber immer noch besser als in diversen Pizzerien dieses Landes. Ein wenig herumexperimentieren lohnt sich – solange man sich an die Heilige Dreifaltigkeit des Pizzabackens hält (eine solide Oberhitze, einen heissen Pizzastein und gute Zutaten) kann auch im Haushaltsbackofen nicht viel schief gehen. P.S. Wie schon immer und für immer sind pizzaschaufel.ch Tests und Empfehlungen (natürlich abgesehen von den eigenen Produkten) komplett unabhängig und eigenfinanziert. Für die Empfehlung des Coop Pizzamehles bin ich als Migroskind sogar über meinen eigenen Schatten gesprungen – kein Aufwand ist mir also zu gross dein Pizzaerlebnis auf das nächste Level zu heben. Wenn wir schon beim Mehl sind @Migros weshalb genau muss euer Knöpflimehl aus 50% Weizenmehl bestehen?! so kann kein Pizzaiolo arbeiten. Wir brauchen Semola. Semola di Grano Duro Rimacinata Jetzt kaufen Pizzamehl Verace Napulé 1 kg Jetzt kaufen Buch LA PIZZA FATTA IN CASA von Davide Civitiello Jetzt kaufen

Ooni Karu 12 Test Schweiz

Nach dem Test des Ooni Fyra vor etwas weniger als einem Jahr ist es mal wieder Zeit einen Ooni Ofen zu testen. Im Vergleich zum Ooni Karu 12 konnte der Ooni Fyra nur mit (Buchen-) Holzpellets befeuert werden, welche leider eine nicht zu vernachlässigende Rauchentwicklung zur Folge hatten. In meiner Mietwohnung in einem Mehrfamilienhaus hätte ich diesen jedenfalls nicht betreiben können. Ob der Ooni Karu weniger Rauch verursacht und was ihn sonst noch vom Ooni Fyra unterscheidet erfährst du im pizzaschaufel.ch Review. Unboxing Wie für Ooni üblich wird der Karu 12 in einem relativ kleinen, doppelwandigen, braunen Versandkarton geliefert in welchem sich dann der eigentliche Verpackungskarton befindet. Ooni beherrscht das Verpackungs-Game wie kein Zweiter in der Branche. Seit dem letzten Unboxing eines Ooni Ofens wurde nun auch noch ein Grossteil des Plastiks durch biologisch abbaubare Folien ersetzt. Erster Eindruck Der Ofen ist, wie für Ooni üblich, extrem hochwertig verarbeitet und hat einige schlaue Details wie eine Halterung für einen Sechskant (welchen man für den Umbau zum Gasofen benötigt) sowie eine Halterung für die Feuerklappe. Was ausserdem sofort auffällt – insbesondere im Vergleich zum Ooni Fyra – sind die Ofentür und der Cordierit Pizzastein. Beide sind einiges dicker, während die dickere, doppelwandige Ofentür einem eher besorgt über zu wenig Leistung zurücklässt ist der dickere Pizzastein des Ooni Karu eine sehr gute Neuigkeit. Die zusätzlichen fünf Millimeter dürften wesentlich zu einer längeren Wäremspeicherung beitragen was einem beim Backen mehrerer Pizzen direkt nacheinander zugutekommt. Ebenfalls fällt die beim Ooni Karu um einiges grössere Brennschale im Vergleich zum Ooni Fyra auf. Der Zusammenbau des Pizzaofens gestaltet sich als sehr einfach und nahezu identisch zum Ooni Fyra. Der Einzige Unterschied ist die Brennschale welche von vorne anstatt von hinten in den Ofen geschoben wird. Anstelle von Holz gilt es den Ooni Karu jetzt mit Holzkohle ein erstes Mal einzubrennen. Einfeuern und Rauchentwicklung Als Mieter in einem Mehrfamilienhaus stellt sich natürlich die Frage; Kann man den Ooni Karu mit Kohle oder Holz auf dem Balkon einer Mietwohnung betreiben? Die Antwort ist ein klares ja, wenn auch mit gewissen Vorbehalten. Zum ersten Einbrennen verwendete ich gewöhnliche Holzkohle und zwei in Wachs getränkte Holzwoll-Anzündhilfen. Direkt nach dem Anzünden ergibt sich die stärkste Rauchentwicklung. Das sieht dann etwa so aus: In Mehrfamilienhäusern in denen Holzkohlegrills also grundsätzlich erlaubt sind oder in solchen in denen zumindest Lotusgrills toleriert werden dürfte auch der Ooni Karu, mit Holzkohle betrieben, kein Problem darstellen. Da, wie bei einem Lotusgrill, kein Fett in die Glut tropfen kann beruhigt sich die Rauchentwicklung direkt nach dem Anfeuern sowieso auf nahezu null. Die Ofentür und die Feuerklappe können übrigens direkt nach dem Anzünden geschlossen werden. Der Ooni Karu zieht sehr schön und das Feuer erlischt nicht. Ooni verspricht auf der Verpackung, der Pizzaofen sei nach 15 Minuten bereit zum Kochen. Ob mit Kochen Pizzabacken gemeint ist und welche Befeuerungsmethode diese Zeit verspricht ist unklar. Nach exakt 15 Minuten ist mein Ooni Karu jedenfalls alles andere als bereit eine Pizza im Neapolitansichen Stil zu backen. Die doppelwandige Ofentür scheint also wirklich ihre Notwendigkeit zu haben. Dafür findet man leider sehr viele Russ- und Kohlepartikel auf dem Pizzastein. Wer den Ooni Karu mit Holzkohle betreibt braucht also dringend eine Ofenbürste (es sei denn man möchte sich die Kohletablette bei Durchfall ersparen). Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Pizzaofenbürste Messing Jetzt kaufen Da bei dieser Temperatur vielleicht Grosis Sonntigszöpfe nicht aber eine gute Pizza gebacken werden kann legte ich Holzkohle nach und experimentierte mit der Kaminklappe. Es stellte sich heraus, dass das Schliessen der Klappe zwar den Kohleverbrauch verringert jedoch auch die Temperatur nicht mehr wirklich weiter steigern lässt. Da ich den Stein aber auch so nicht über 315°C brachte beschloss ich fürs Pizzabacken am nächsten Tag auf Holzkohlebriketts umzusteigen. Pizzabacken Die Glut mit den Holzkohlebriketts sieht schon einiges vielversprechender aus als jene mit regulärer Holzkohle. Nach ungefähr 30 Minuten erreichte der Pizzastein in der Mitte dann tatsächlich 424.8°C eine Temperatur mit der man langsam aber sicher arbeiten kann. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Nachdem also eine vernünftige Temperatur erreicht wurde galt es ein paar Holzkohlebriketts nachzulegen und eine Pizza Margherita vorzubereiten. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Gebacken wurde die Pizza dann mit geschlossener Ofentür, trotzdem war die Backzeit einiges länger als z.B. beim Ooni Koda aber natürlich immer noch ein Bruchteil von der Zeit in einem Haushaltsbackofen. Pizzabrett aus Birkenholz mit Griff Jetzt kaufen Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Ein wirkliches Leoparding ist nicht zu erkennen und auch der sich nahezu nicht verbiegende Boden verraten uns die etwas zu lange Backzeit aufgrund der zu tiefen Temperatur. Trotzdem muss man sagen, dass das natürlich jammern auf extrem hohem Niveau ist. Die Gäste waren unisono begeistert vom Resultat – insbesondere in einem Land wie der Schweiz in dem (zu) knusprige Pizzen noch immer omnipräsent sind ist der Ooni Karu also vermutlich für viele die Ideale Einstiegsdroge zum Neapolitanischen Lebensgefühl. Fazit Mit dem Ooni Karu ist es Ooni gelungen ein extrem variables und ästhetisches Gerät zu kreieren. Die Resultate aus dem Ofen wissen ebenfalls zu überzeugen. Welcher Ofen ist besser, der Ooni Fyra oder der Ooni Karu? Ich würde ganz klar zum Ooni Karu greifen, die Rauch, Russ und Harzentwicklung ist viel geringer und der Pizzastein dicker. Auch nicht zu vergessen sind die über längere Dauer tieferen Betriebskosten des Ooni Kaurs, ja er ist (momentan) ca. CHF 60 teurer in der Anschaffung als der Fyra aber die Buchenholzpellets schlagen im Betrieb definitiv höher zu Buche als ordinäre Holzkohlebriketts aus dem Supermarkt. Und, falls man Mal mit weniger Aufwand Pizza backen möchte kann man immer noch einen Gasbrenner dazu kaufen. Der Vergleich Ooni Karu mit Gasbrenner und Ooni Koda folgt demnächst in diesem Blog. Bis bald!