Fior di Latte oder Büffelmozzarella, was ist besser für deine Pizza?

Gleich mal vorweg, Fior di Latte und Büffelmozzarella sind die gleiche Art von Käse – nämlich Varianten von Mozzarella – sprich auch die Bezeichnung Mozzarella Fior di Latte ist korrekt. Trotzdem gibt es Unterschiede welche wir hier herausarbeiten wollen. Theorie Zuerst gleich zum offensichtlichen Unterschied, Fior di Latte wird aus Kuhmilch und Büffelmozzarella aus der Milch des Wasserbüffels hergestellt. Da Wasserbüffel weniger Milchleistung haben als Hausrinder, ist die Milch gehaltvoller, cremiger und somit fettiger. Wohl auch aufgrund der tieferen Milchleistung sind die Haltungsbedingungen der Büffel in Italien häufig sehr kritisch wie Arte in folgender Dokumentation zeigt. Die dann verkäste Büffelmilch ist ein Mozzarellaprodukt welches in Lake verkauft wird während ein Mozzarella Fior di Latte ohne diese auskommt und somit trockener ist. Aus diesem Grund hat das wässrigere Büffelprodukt tiefere Fett und Proteinwerte als ein Fior di Latte, dies zumindest bei der Entnahme aus der Packung (sprich mit sämtlicher Flüssigkeit noch in der Kugel). Der Fior di Latte hingegen ist eine Mozzarella Art die mit Fokus darauf produziert wird, dass sie auf der Pizza nicht wässert. Praxistest Fior di Latte vs Büffelmozzarella Zum Direktvergleich haben wir uns eine Packung unseres bzw. dem Swiss Premium Mozzarella Fior di Lattes genommen und ihn mit dem Bio Büffelmozzarella der Chäs-Hütte Meierskappel aus Zentralschweizer Büffelmilch getestet (bei der Genossenschaft Migros Luzern als “Aus der Region” Produkt erhältlich oder schweizweit bei Farmy.ch) Bereits beim Schneiden werden Unterschiede offensichtlich, während der feste Fior di Latte sich unspektakulär mit unserem Käseschneider schneiden liess, ist dies beim Büffelmozzarella nicht möglich. Sobald man eine Art trockene Haut durchschnitten hat, erscheint ein nahezu flüssiger Kern welcher bei kleinstem Druck Wasser verliert – ähnlich einer Burrata Kugel bzw. dessen Füllung Straciatella (beides übrigens auch Varianten von Mozzarella). Lässt man den geschnittenen Büffelmozzarella etwas im Kühlschrank stehen, so verliert er weiter Flüssigkeit. Jedoch reicht auch das nicht aus um ihn sinnvoll auf einer Pizza verwenden zu können. Um den Büffelmozzarella effektiv auf einer Pizza verwenden zu können, muss dieser ausgepresst werden, nur so verhindert man einen grossen See. Da nach dem Auspressen ein Klumpen entstanden ist, muss der Büffelmozzarella für die Pizza erneut in kleine Stücke zerzupft werden. Beim Backen im Pizzaparty Ardore verhalten sich Fior di Latte und Büffelmozzarella relativ ähnlich, der Fior di Latte karamellisiert etwas mehr dafür zerläuft der Büffelmozzarella stärker. Pizzaparty Ardore Jetzt kaufen Geschmacklich ist der Büffelmozzarella etwas intensiver als Fior di Latte – was unter Umständen nicht alle mögen – den meisten im Pizzaschaufel.ch Team aber sehr gut schmeckt. Beim Fior di Latte gefiel uns das Fäden ziehen besser. Bambus Pizzabrett Jetzt kaufen Fazit Was soll nun auf meine Pizza, Fior di Latte oder Büffelmozzarella? Es eignen sich beide Mozzarella Varianten sehr gut für Pizza. Beim Büffelmozzarella gibt es aber einiges an Zusatzaufwand zu beachten, so muss dieser wirklich so gut wie nur irgendwie möglich “entsaftet” werden damit er nicht die komplette Pizza zerstört. Ausserdem ist Büffelmozzarella – zumindest für Personen mit intaktem moralischem Kompass – eine sehr teure Angelegenheit, pro Pizza muss mit ca. CHF 5 gerechnet werden, während man mit Fior di Latte bei ca. CHF 1.5 pro Pizza zu liegen kommt. Da sich über Geschmack bekanntlich nicht (oder eben doch?) streiten lässt können wir nicht pauschal sagen welcher Mozzarella auf der Pizza nun endgültig besser schmeckt – die Abwechslung macht das Leben wohl am Interessantesten. Fior di Latte kriegst du natürlich bei uns Fior di Latte 1 kg Jetzt kaufen
Der Landi Universal Pizzaofen im Test

Seit neuestem bietet auch die Landi einen Pizzaofen feil. Zum Preis von lediglich CHF 175 verspricht der Prima Vista Universal-Pizzaofen feine Steaks, Pommes und Pizzen, ob das gut kommt liest du im pizzaschaufel.ch Test. Unboxing und erster Eindruck Kaum wurden wir auf den vermutlich neu günstigsten Elektropizzaofen der Schweiz aufmerksam gemacht (Die Ufos bzw. umfunktionierten Crepesplatten von Ariete und co mal ausgenommen) fand dieser auch schon wenig später den Weg zu uns. Auf den ersten Blick deutet noch ziemlich nichts auf die Versatilität des Ofens hin – wer käme schon darauf, dass Begriffe wie “Unversal” und “Gusseisenplatte” für Pommes-Frites und Steak steht? Wir jedenfalls nicht und rechneten damit, dass der Ofen die Möglichkeit des backens auf Cordierit Stein und Backstahl bietet. Vom Gewicht her ist der Landi Pizzaofen sicher zu den angenehmen Leichtgewichten zu zählen. Aus relativ hohen 2000 Watt (100 Watt mehr als der Voyager Smart) soll der Ofen bescheidene 400° Celsius erreichen. Beim Öffnen der Verpackung findet sich schon die nächste Überraschung, unter der Anleitung verbirgt sich doch tatsächlich ein Topfhandschuh und nochmals darunter eine Grillzange. Etwas irritiert machen wir weiter und finden unter dem Ofen eine Gusseisenplatte welche sich leider nicht zum Pizza backen eignet, da sie auf beiden Seiten rundherum einen Absatz hat. Mit dem Öffnen des Ofens finden die Überraschungen dann auch ein Ende, der Heissluftfritteusen-Einsatz beendet das Überraschungsspektakel. Nach dem Entfernen des Air-Fryer Korbes fällt sofort auf, dass die Landi mit den unteren Heizelementen sehr sparsam umgegangen ist – was absolut korrekt (und somit auch besser als Ooni oder Unold) ist für einen Pizzaofen. Was uns weniger gut gefällt als das untere Heizelement ist das Scharnier und der Türdichtungsring. Die Materialstärke des Türscharnieres und des Dichtungsringes finden wir zwar verstörend aber, da die Landi 5 Jahre Garnatie bietet, darf man dem einigermassen vorhersehbaren Defekt wohl entspannt entgegenschauen. Es gibt in Sachen Verarbeitung bzw. Innovation aber auch etwas positives zu berichten. Den von der Landi verbauten Kabelhalter würden wir uns auch bei den etablierten Herstellern wünschen – denn sobald man den Ofen mal transportiert ist das Kabel nur noch extrem mühsam und immer im Weg. Auf dem Ofen klebt eine Anleitung welche einem weis machen will, dass die Pizza länger backen muss wenn sie einen grösseren Durchmesser hat was natürlich absoluter Nonsense ist. Nicht nur ist die Anleitung unnütz sondern auch noch voller Luftblasen aufgeklebt. Wir entscheiden uns den Kleber also zu entfernen was wir sofort bereuten. Das entfernen der Kleberückstände kostet uns einen Teigspachtel (welchen wir nicht mehr reinigen konnten), 3 Deziliter Wundbenzin und ungefähr 30 Minuten. Sprich wer sich diesen unschönen Kleber nicht möchte darf gut und gerne CHF 20 zum Kaufpreis des Ofens für die Entfernung des Klebers hinzurechnen. Somit können wir endlich mit dem ersten Test starten. Aufheiztest Der PrimaVista Pizzaofen hat ein Programm für Neapolitanische Pizza welches wir auch für unseren Aufheiztest verwenden. Aufgrund der vernünftig dimensionierten unteren Heizschlange verzichten wir darauf die Ober- Unterhitzeregelung zu verändern. Da sich der Landi Pizzaofen in den meisten belangen für schläuer hält als sein Benutzer ist nahezu alles automatisiert. Die Aufheizzeit läuft automatisch 15 Minuten lang. Nach der ersten Runde schaffte es der Ofen leider nur auf ungefähr 180° weshalab wir ihn mit viel herumdrücken dazu bringen mussten die Aufheizzeit von 15 Minuten nochmals von vorne zu starten. Der Ofen erreicht im Normalfall in der Mitte des Steines ca. 380°, ein mal hatten wir Glück und erreichten sogar 392.6°. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Die auf der Verpackung aufgedruckten 400° Grad waren für uns leider nicht zu erreichen und scheinen eher etwas hochgegriffen. Leider wie wir sagen müssen ist es der erste Pizzaofen der die versprochene Temperatur in unseren Tests nicht erreicht. Da ein Cordierit Pizzastein aber sowieso nicht allzu hohe Temperaturen erträgt, da er sonst den Boden verbrennt sind wir also mal gespannt auf unseren Backtest. Backtest Wie immer haben wir einen Pizzateig nach unserem bzw. dem AVPN Rezept vorbereitet. Geknetet haben wir ihn diesmal von Hand, da sich die Sunmix unserer Ansicht nach erst ab 3-4 Teiglingen lohnt. Pizzaballenbox inklusive Deckel Jetzt kaufen Fior di Latte 1KG Jetzt kaufen Wie meistens testen wir auch den Landi Pizzaofen mit eine Margherita. Pizzaschaufel 33 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Da wir davon ausgingen, dass die Pizza bei dieser “tiefen” Temperatur nicht gedreht werden muss verzichteten wir bei der ersten Pizza darauf. Mit untenstehendem Resultat. Profi-Dreschaufel rund 20 cm Jetzt kaufen Erschwerend kam bei der ersten Pizza hinzu, dass wir den Lichtschalter nicht sofort fanden. Das Licht lässt sich leider nur für kurze Zeit mittels Druck auf den Ober-Unterhitzeregler einschalten – da sich der Ofen ja eben für höchst intelligent hält stellt er nach wenigen Sekunden auch wieder ab. Auch der automatische Timer der durch die Türe aktiviert wird kann man als nichts anderes als eine Anfängerfalle bezeichnen, denn wer die Pizza wirklich nach Timer backen würde hätte im Neapolitanischen Modus nur noch Kohlehäufen. Beim Pizzaboden zeigt sich, dass sich die Landi etwas überlegt hat und die untere Heizschlange wirklich nicht überdimensioniert wurde. Die zweite Pizza wurde dank vielem Lichtschalter drücken etwas besser. Pizza Auskühlgitter Jetzt kaufen Wie man dem Bild der zweiten Pizza gut entnehmen kann, ist der Pizzaofen leider nicht genügend heiss um aus dem Fior di Latte nicht ein mini Fondue zu schmelzen Fazit Die Landi ist mit ihrem Pizzaofen vor Allem extrem günstig (auch im Vergleich zum mehr oder weniger baugleichen Severin Pizzaofen) was sich leider in der Verarbeitung und Materialstärken zeigt. Die Bedienung des Ofens ist alles andere als durchdacht (evt. der gleiche Ingenieur wie beim Unold Luigi?) und die Anleitung enthält mehr Unwarheiten als Nützliches. Die erreichte Temperatur enttäuschte uns ein wenig, so viel weniger gut wird eine Pizza aus dem Haushaltsbackofen nicht (und der ist erst noch günstiger als extra einen Billig-Ofen zu kaufen). Gut gefiel uns die Temperaturentwicklung am Gehäuse welches nur etwas warm wurde, ebenfalls genial ist der Kabelhalter an der Rückseite. Wir denken, der Universal-Pizzaofen ist die ideale Wahl für Personen die in einem kleinen Studio keinen Backofen haben und für wenig Geld
Der Macte Voyager Smart im Test

Macte Ovens stellte im Jahr 2024 die Produktion unseres Verkaufsschlagers Macte Voyager ein und stellte stattdessen den günstigeren Macte Voyager Smart vor. Worin sich der Voyager Smart und der Voyager unterscheiden und wie er sich gegen einen Effeuno N3 schlägt, erfährst du im pizzaschaufel.ch-Test. Unboxing Der Macte Voyager Smart kommt im unscheinbaren Karton daher – was schon vor dem Auspacken auffällt, ist das geringe Gewicht, verglichen zu einem Effeuno N3. Nach dem Öffnen des Kartons fällt einem die relativ bescheidene Polsterung auf – wir können euch aber beruhigen, wir hatten noch nie einen Transportschaden bei einem Macte Ofen, seit die Türe nicht mehr direkt am Ofen montiert ist. Mit den Obgenannten Teilen kommt auch eine Goldene NFC-Karte, auf welcher die Aufbau- sowie Ofenanleitung abrufbar sind. Mit Hilfe der Anleitung lässt sich auch die Türe sehr einfach montieren. Zu beachten gibt es einzig, dass der Türgriff nicht mit zu hohem Drehmoment angezogen werden darf, denn dann kann das Glas zerspringen und es wird teuer. Nach der Türe packen wir auch den Biscotto-Stein aus. Es handelt sich um einen Stein, welcher für eine geringere Bruchgefahr beim Transport halbiert wurde (auch erkennbar an der mit Bleistift durch den Hersteller Saputo angebrachten Nummer 41A) und somit perfekt zusammenpasst. Beim Backen lässt sich somit kein Unterschied zu einem Stein, der am Stück geliefert wird, feststellen. Solltest du aus Ästhetischen Gründen einen einzigen Stein wollen, so gibt es diesen hier zu kaufen. Biscotto Saputo Pizzastein für Macte Voyager Smart Jetzt kaufen Fertig zusammengesetzt sieht das dann so aus: Aufheiztest Der Macte Voyager – sprich der Vorgänger des Macte Voyager Smart – brauchte ca. 25 Minuten, um die Maximaltemperatur zu erreichen. Es wird also spannend, wie sich die 200 Watt weniger auf die Aufheizzeit auswirken. Nach 15 Minuten hatte der Ofen schon ordentliche 400° Celsius erreicht. Weitere 10 Minuten später, sprich nach 25 Minuten, erreichte der Biscotto sogar schon 500° Celsius, was eigentlich gemäss Bedienelement gar nicht vorgesehen ist. Nach 30 Minuten erreicht der Voyager Smart seinen inoffiziellen Peak von +- 550° – ganze 20% mehr als offiziell angegeben. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Da die Resultate des Aufheiztests quasi identisch zum alten Voyager sind, kamen wir nicht darum herum, einen Ofen aufzuschrauben und einen Thermostat zu überprüfen. Werden weiterhin 509° Thermostaten verbaut, und man schreibt einfach tiefere Temperaturen an, um den tieferen Preis zu erklären? Wie unsere Demontage ergab, wurde aber tatsächlich “nur” ein 455° Thermostat verbaut. Schlussendlich scheinen der kleinere verbaute Thermostat und das etwas sparsamere Heizelement also keinen wirklichen Unterschied zum CHF 120 teureren Vorgänger zu machen. Backtest Selbstverständlich testen wir auch den Macte Voyager Smart beim backen einiger Pizzen. Für den Teig setzen wir auch heute auf das altbekannte Rezept der AVPN heute mit 1.7 Kilo Mehl pro Liter Wasser (sprich ca. 59% Hydration). Um eine stabile Glutenstruktur zu erhalten, haben wir den Teig heute von der Sunmix Easy 6 Kneten lassen (obwohl dafür eigentlich 60% Hydration nötig wären, aber zum Glück hat die Easy 6 (noch?) keinen Hydrationserkennungssensor der bei zu tiefer Hydration stoppt). Sunmix Easy 6 Jetzt kaufen Pizzaballenbox inklusive Deckel Jetzt kaufen Wie (fast) immer wird der Ofen mit einer Margherita getestet. Semola di Grano Duro Rimacinata Jetzt kaufen Pizza Saucenlöffel Jetzt kaufen San Marzano Bio La Carmela 400G Jetzt kaufen Bei Temperaturen über 450° ist wie schon beim Macte Voyager auch hier eine Drehung der Pizza notwendig, darunter kann darauf verzichtet werden. Profi-Dreschaufel rund 20 cm Jetzt kaufen Aufgrund der hohen Temperaturen geht das Backen natürlich wie gewohnt sehr schnell. Nach ca. 90 Sekunden und einer Drehung ist die Pizza fertig. Bambus Pizzabrett Jetzt kaufen Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Dank der hohen Temperatur geht die Pizza schön auf und bekommt (wo sich nicht gerade grosse Blasen bilden) ein schönes Leoparding. Was natürlich noch mehr interessiert als die Oberseite, ist der Boden der Pizza. Natürlich enttäuscht der Biscotto di Casapulla (in diesem Fall von Saputo) hier nicht und liefert eine absolute Glanzleistung ab. Macte Voyager Smart im Vergleich zum Macte Voyager CHF 120 günstiger und trotzdem liefert der Ofen quasi identische Resultate ab, das gefällt uns natürlich sehr gut. Was uns nicht gefällt, ist, dass die Bedienelemente neu standardmässig im hinteren Bereich auf dem Ofen angebracht sind, sprich zur Bedienung muss man neu gezwungenermassen über den heissen Ofen fassen, da fanden wir die seitlichen Bedienelemente definitiv besser. Weshalb sich Macte für diese teurere, schwieriger zu installierende und auch reparierende Variante entschieden hat, ist uns schleierhaft. Der Macte Voyager Smart im Vergleich zum Effeuno N3 Einen Vorteil des Effeuno N3, haben wir schon im Vergleich zum Vorgänger angedeutet – die Bedienelemente sind beim N3 unten und man kann somit den Ofen bedienen ohne über ihn zu fassen. Ausserdem helfen dem Panda der Küche, seine hässlichen Plastikstelzen auf einer besseren Höhe zu sein. Da die Backfläche immer auf Augenhöhe sein soll, ist der Macte Voyager Smart schwierig auf einem Tisch zu bedienen. Auch die Backfläche eines N3 ist natürlich etwas zu tief, aber trotzdem besser gelegen. Wir hatten mit der Höhe der Backfläche beim Voyager Smart weniger ein Problem, da wir immer einen Pizzaofen als Untersteller zur Hand haben. Dir als Endkonsument können wir ja schlecht zumuten, gleich zwei Pizzaöfen zu kaufen, nur damit eine der beiden Backflächen auf guter Höhe ist – weshalb wir dies hier dem Voyager Smart als Minuspunkt anlasten. Nun aber zu den Vorteilen des Voyager Smart gegenüber dem Effeuno N3. Der offensichtlichste Vorteil für Macte ist, dass man weiterhin auf Biscotto di Casapulla Steine (meistens vom Hersteller Saputo) setzt, während sich Effeuno mit dem selber entwickelten Stein etwas ins eigene Bein geschossen hat. Zusätzlich sprechen das geringere Gewicht und der tiefere Stromverbrauch für den Voyager Smart. Fazit Macte ist es mit dem Voyager Smart gelungen, einen würdigen Nachfolger für den Voyager zu entwickeln. In Zeiten, in denen alles teurer wird, finden wir es ausserordentlich gute Nachrichten, euch den Voyager Smart, fast 20% günstiger als seinen Vorgänger anbieten zu können. Wenn wir noch einen Wunsch hätten, so würden wir uns aber einen –
Effeunos neuer Biscotto 2024 vs. alter Effeuno Biscotto

Mit dem Jahr 2024 hat Effeuno seine bisherigen Biscotto di Casapulla (mit welchem wir in Sachen Verarbeitung eher mässig zufrieden waren) durch einen neuen, selbst entwickelten Biscotto Stein, den “Effeuno Biscotto” oder teils auch Effeuno Biscotto 2024 genannt, ersetzt. Ob wir den neuen Biscotto besser finden, erfährst du in diesem Blogbeitrag. Ausgangslage Bis und mit 2023 gab es bei allen Modellen einen Cordierit Stein und einen Biscotto di Casapulla mitgeliefert, (ausser der N-Serie wo es “nur” einen Biscotto di Casapulla gab). Während der Cordierit Stein für tiefe Temperaturen gedacht war (z.B. bei Brot oder Panettone) war der Biscotto für Pizzen gedacht. Dies da ein Biscotto die grosse Hitze nicht so schnell abgibt und der Pizzaboden damit nicht verbrennt. Effeuno versucht nun, beide Eigenschaften in einen einzigen Stein zu packen. Da wir uns bei pizzaschaufel.ch auf das Backen von Pizza konzentrieren, werden wir lediglich den alten Biscotto di Casapulla mit dem neuen “Effeuno Biscotto” im Pizza Einsatz vergleichen. Falls du weiterhin je einen Stein für hohe und einen für tiefere Temperaturen möchtest und den Biscotto erst noch von unserem lieblings Biscotto Hersteller Biscotto Saputo sein soll, dann schaue dir unbedingt den Macte Nettuno an. Macte spart (noch?) nicht beim Biscotto. Macte Nettuno inkl. Biscotto und Kordierit Jetzt kaufen Test Um den alten und den neuen Effeuno Biscotto sinnvoll vergleichen zu können, haben wir einen zweiten Effeuno N3 in Betrieb genommen. So stellen wir sicher, dass der gleiche Teig zum gleichen Reifegrad im gleichen Ofen bei der gleichen Temperatur gebacken wird, lediglich der Stein soll sich unterscheiden. Den nach AVPN Rezept zubereiteten Teig mit 62.5% “Maximalhydration” liessen wir heute nur 10 Stunden aufgehen. Beide Öfen heizen wir auf ungefähr 510° Celsius (Steintemperatur in der Mitte) auf. die Temperatur erreichen beide Steine ziemlich gleichzeitig. Zuerst backen wir eine Pizza auf dem klassischen Biscotto di Casapulla, wie er bis Ende 2023 geliefert wurde. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Trotz der nicht gerade genauen Verarbeitung (Lufteinschlüsse, unebene Ränder) liefert der Biscotto ein solides Resultat, welches auch mit einem Biscotto des Herstellers Saputo (nicht verwirren lassen ein Biscotto Saputo ist ebenfalls ein Biscotto di Casapulla da es sich bei di Casapulla um eine Herkunftsbezeichnung handelt) mithalten kann. Bambus Pizzabrett Jetzt kaufen Der Boden ist abgesehen von etwas genügend Semola gelungen und weist nahezu keine verkohlten stellen aus, ist aber auch nicht komplett weiss. Betreffend der Übermässigen Semola Verwendung gilt es natürlich mit dem Pizzaiolo und nicht dem Stein zu schimpfen. Die nächste Pizza landet im zweiten Ofen auf dem neuen Effeuno Biscotto 2024. Der 2024-er Biscotto gibt seine Hitze einiges schneller ab als sein Vorgänger. Lange nicht so “schlimm” wie ein Cordierit Pizzastein, aber für unseren Geschmack schon etwas zu schnell. Insgesamt schafft es der neue Effeuno 2024 Biscotto knapp im für uns grünen Bereich zu bleiben, aber es kann nicht mehr mit gleich hoher Steintemperatur wie beim Biscotto di Casapulla gebacken werden. Du willst keine Kompromisse? dann rüste deinen Effeuno Pizzaofen auf Biscotto Saputo um: Biscotto Saputo Pizzastein für Effeuno Jetzt kaufen Fazit Der alte Effeuno Biscotto di Casapulla gefällt uns besser mit der Effeuno Biscotto Version 2024 versucht man viele Fliegen mit einer Klatsche zu schlagen. Wie andere Hersteller schon eindrücklich bewiesen haben, führt es meistens nicht zu besseren Pizzen, mehr Funktionen in weniger Gerät oder weniger Stein zu packen. Schade, dass sich nun auch Effeuno zu so einem Schritt entschieden hat. Der Effeuno Biscotto 2024 vereint die Vor- und halt auch Nachteile aus einem richtigen Biscotto, einem Cordierit und einem Beton Pizzastein. Sprich, er staubt und trotzdem gibt er die Hitze etwas zu schnell ab, dafür ist er jetzt schöner verarbeitet. Fairerweise muss man aber sagen, dass der 2024 Biscotto immer noch besser als ein Cordierit ist und somit bei Temperaturen etwas unter 500° Steintemperatur sehr gute Resultate liefert. Für dich als Kunde bedeutet das, dass wir dich beim Wunsch zu einem richtigen Biscotto ab Werk an Pizzaparty oder Macte verweisen können, denn auch wir liefern seit Anfang 2024 nur noch die Öfen mit dem neuen Biscotto aus. Oder du kaufst dir halt zusätzlich noch einen richtigen Biscotto di Casapula zu deinem Effeuno – bei uns gibt’s den sogar vom Premiumhersteller Saputo.
Der Unold Luigi im Test

Für Personen mit quasi keinem Budget für einen Pizzaofen waren die roten Untertassen wie der Ariete Pizzaofen oder die G3Ferrari Pizzaöfen lange die einzigen Optionen. Da aber diese ultrabillig-Öfen sehr vergleichbare Resultate liefern wie ein korrekt bedienter Haushaltsbackofen mit Pizzastein, ergab sich eine Marktlücke zwischen roten Untertassen und richtigen Pizzaöfen, welche Unold mit dem Pizzaofen Luigi und dem baugleichen, aber komplett schwarzen Don Luigi zu füllen versucht. Ob deine 200 Franken beim Unold Luigi gut investiert sind, erfährst du wie immer im pizzaschaufel.ch Test. Unboxing Bei der Verpackung setzt Unold wie Ooni auf einen doppelwandigen Versandkarton und einen farbig bedruckten inneren Produktkarton was wir sehr begrüssen. Entfernt man die Ofenverpackung, kommen die üblichen Verpackungsversprechungen zum Vorschein. Auch die Beschreibung auf der Seite geizt mit Superlativen – sympathisch. Der Unold Luigi hat mit 1700 Watt tatsächlich 100 Watt mehr Leistung als der extrem viel teurere Ooni Volt. Ob die Isolation beim Luigi so viel schlechter ist (das tiefere Gewicht des Luigis lässt das vermuten) als beim Ooni Volt (Welcher 450° erreicht) oder ob die aufgedruckte Maximaltemperatur von 400° einfach falsch ist, werden wir im Aufheiztest sehen. Was uns beim Öffnen der Packung erfreut, ist die passgenaue Kartonpolsterung. Beinahe auf Ooni Level und massiv besser als Italienische Elektroofenhersteller, welche mit Massen von Styropor trotzdem nur eine mittelmässige Polsterung erreichen. Der Pizzastein ist erstaunlich wenig gepolstert – trotzdem kam er bei uns tatsächlich ganz an. Unter dem Ofen fanden wir die Anleitung und das Rezeptbuch. Das Rezeptbuch ist das erste von sehr vielen getesteten Öfen, welches tatsächlich das Rezept für eine Neapolitanische Pizza wiedergibt. Gratulation an Unold an dieser Stelle. Einzig grafisch gesehen sind das Rezeptbuch und die Betriebsanleitung ein absoluter Graus. So kann man zum Beispiel eine Legende der Bedienelemente aufgrund fehlendem Kontrastes einfach nicht lesen. Nach langem testen fanden wir dann heraus, dass die Oberhitze mit dem Touchfeld unten und die Oberhitze mit dem Touchfeld oben bedient wird – an Ituitivität fast nicht zu überbieten. Nach dem Studium der Anleitung und des Rezeptbuches öffneten wir den Ofen und stellten fest, dass die beiden Heizschlangen auf dem Schiff von China zu uns schon ein wenig Flugrost angesetzt hatten, welcher sich aber schnell von Hand entfernen liess. Falls das jemand von Unold lesen sollte; Vielleicht würde es Sinn machen, einen Trockenmittelbeutel im Ofeninneren für den Transport zu platzieren. Der Ofen wirkt, abgesehen vom Flugrost und den tiefen Preis im Hinterkopf behaltend, hochwertig verarbeitet mit relativ grossem Edelstahl Anteil. Was uns besonders gefällt, ist die eingeprägte Temperaturwarnung. Italienische Hersteller setzen auf weniger ästhetische, gelbe Aufkleber auf dem Blech. Wobei man sagen muss, dass dies bei den Italienischen Herstellern vermutlich gar nicht möglich wäre, da viel dickere Materialstärken verwendet werden als bei Unold. Aufheiztest Da Unold zur Aufheizzeit des Unold Luigi gar keine Angaben macht, gehen wir von ungefähr 20 Minuten aus. Hier kommt auch der einzige “Vorteil” der elektronischen Touch Steuerung zur Geltung. Sobald sich Luigi heiss genug fühlt, piepst er. Wir heizen den Luigi im Neapolitan Pizza Programm ein, (Ober- und Unterhitze auf 400° und irgendein komplett unnötiger voreingestellter 2 Minuten Timer) sprich wir gehen auf maximale Leistung. Direkt mit dem Start des Programmes springt der Lüfter an. Dieser scheint noch aus Zeiten zu stammen, in denen es keine wirklich leisen PC-Lüfter gab. Nach zwanzig Minuten piepst Luigi und gibt folgendes von sich. Was uns beim Aufheizen neben dem lauten Lüfter störte, war Folgendes: Bei der Dichtung setzt Unold anstelle eines Glasfaserbandes wie bei den namhaften Italienischen Herstellern und Ooni auf eine billig wirkende Silikondichtung. Vermutlich diese Dichtung ist der Grund für die Rauchwolke, welche nach Erreichen einer gewissen Temperatur oberhalb des Ofens auftaucht. Diese Wolke und der Duft verschwanden nicht mal beim zweiten Einheizen, auch wenn sie dann weniger lange anhielt. Nach weiteren ca. 10 Minuten erreichte der Ofen sogar 450°. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Spannend ist die Hitzeverteilung, während bei den meisten uns bekannten Pizzaöfen die höchste Temperatur auf dem hinteren Teil der Backfläche gemässen wird und die Temperatur gegen vorne tendenziell tiefer wird, ist beim Unold Luigi die höchste Temperatur in der Mitte zu messen, rundherum ungefähr 30-50° weniger. Dies eventuell aufgrund des Lüfters im hinteren Bereich. Sprich mehr als 450° bringt er wirklich nicht hin, auch nicht im hinteren Bereich, was aber theoretisch für Neapolitanische Pizza knapp reichen sollte. Eben diese Pizza testen wir auch sogleich. Backtest Vorbereitet haben wir wie immer einen neapolitanischen Pizzateig gemäss Rezept der AVPN. Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen Pizzaballenbox inklusive Deckel Jetzt kaufen Wir verwendeten für dein Teig 1.8 Kilogramm Verace Napulé Mehl je Liter Wasser ergibt in nicht AVPN-Worten eine Hydration von 55.55 % (Gemäss Regularien gelten 55-62% als klassische Neapolitanische Pizza). In den Luigi passt unsere 30cm Schaufel für 33cm ist er leider zu schmal. Pizzaschaufel 30 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Die erste Pizza aus dem Unold Luigi sieht folgendermassen aus: Bambus Pizzabrett Jetzt kaufen Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Während der Luigi mit Oberhitze Geizte, war er mit Unterhitze umso grosszügiger sehr vergleichbar wie der Ooni Volt. Nachdem wir also das Standardprogramm “Neaploitan Pizza” getestet haben, versuchen wir es mit unseren eigenen Einstellungen, was gar nicht so einfach ist. Nicht nur sind Unter- und Oberhitze bei den Bedienelementen vertauscht, man kann auch nicht die Temperaturen während des Betriebes verstellen. Das Programm muss also zuerst abgebrochen werden, dann kann mit der oberen Taste die Untere Heizschlange hinuntergeregelt werden und dann muss das Programm wieder gestartet werden, (komplett bescheuert) wir gingen runter auf 200° (unklar, wie das in einem Backraum gehen soll? während wir oben 400° eingestellt haben, heizt die untere Heizschlange dann gar nicht, da die 200° nur schon durch die Obere erreicht werden?). Wie auch immer mit dem endlich auf 400° Oben und 200° Unten eingestellten Ofen machen wir uns an das vorbereiten der zweiten Pizza. Pizza Saucenlöffel Jetzt kaufen Fior di Latte 1KG Jetzt kaufen Olivenöl Gran Pregio Bio sortenrein Jetzt kaufen Auch die zweite Pizza war oben wieder zu wenig gebacken. Dafür war der Boden dieses Mal einiges besser. Eine letzte Chance
Ooni Volt oder Effeuno?

Ooni brachte letztes Jahr einen neuen Ofen auf den Markt. Erstmals kann dieser anstatt mit Gas und/oder Holz elektrisch betrieben werden. Anfangs startete Ooni mit einem Verkaufspreis von ungefähr CHF 899 im Schweizer Handel, was mehr ist als diverse Effeuno und Macte (und somit Italienische) Pizzaöfen. Im März und April 2024 beruhigte sich der Preis etwas und wir haben entsprechend einen Ooni Volt 12 zum Testen gekauft. Ob es sich lohnt, den Schottisch- Chinesischen Ofen einem Italienischen vorzuziehen erfährst du in diesem Test. Unboxing Wie immer bei Ooni liegen die Erwartungen beim Unboxing auch dieses Mal sehr hoch. Auch heute enttäuscht uns Ooni nicht im Geringsten. Die Verpackung besteht fast vollständig aus Karton und biobasiertem Plastik, trotzdem (oder gerade deswegen) ist der Ofen perfekt geschützt. Wir wünschten uns, die Italienischen Elektroofenhersteller würden sich hier vermehrt inspirieren lassen aber vermutlich sind Macte und Effeuno Grossaktionäre bei der Styroporindustrie. Auf der Verpackung verspricht Ooni einen Ofen für In- und Outdoor Zwecke, welcher in 20 Minuten 450° Celsius erreichen soll. Was auffällt, ist dass die Pizza im unteren Bild komplett anders aussieht als jene auf dem oberen Verpackungsbild. Wie bei Ooni üblich wird man nach dem Öffnen der Verpackung erst mal als Kunde willkommen geheissen. Als kleines Geschenk gibt es einen Essentials Guide der auch gleich Empfehlungen zum Backen von Kühl- und Tiefkühlpizzen gibt, sic! Der Ofen selbst liegt unter dem Cordierit Stein und der eigentlichen Anleitung. Unser Ofen war mit einem europäischen Schuko Stecker ausgestattet und kam mit einem weissen Fixadapter was wir unseren Augen aber nicht antun wollten, weshalb wir auf einen unserer eigenen schwarzen Exemplare zurückgriffen. Aufheizen Obwohl der Ooni Volt nur 1.6 KW Leistung und einen Lüfter hat und somit aussen etwas weniger heiss wird als Pizzaöfen ohne Lüfter und mit mehr Leistung (z.B. Macte Voyager oder N-Linie von Effeuno) darf auch der Ooni Volt 12 nur freistehend und mit genügend Abstand eingesetzt werden. Immerhin darf er aber auch im Innenbereich genutzt werden (im Gegensatz z.B. zum Cozze Elektro). Der Ofen hat merkwürdigerweise zwei Ein-/Ausschaltknöpfe, der Touch Schalter und einen zusätzlichen Physischen auf der rechten Hinterseite. Die Bedienung ist aber abgesehen vom doppelt gemoppelten Ein/Aus Knopf sehr intuitiv und etwas Tamagotchi mässig, da der Ofen gerne auch etwas umherpiepst (was sich leider nicht komplett abstellen lässt). Ganz links befindet sich der Touch Ein/Aus Schalter und der Timer, welchen man dann wohl zur Zubereitung von Tiefkühlpizza benötigt? Das mittlere Drehrad bestimmt die Temperatur, praktisch ist, dass die Temperatur nicht nur eingestellt werden kann sondern die schon erreichte Temperatur auch (ungefähr) angezeigt wird. Das rechte Drehrad steuert die Verteilung zwischen Ober- und Unterhitze. Während des Aufheizens lässt sich diese Funktion aber nicht regulieren. Gemäss Ooni ist für jede Temperatur bereits eine Konstellation an Ober- und Unterhitze vorprogrammiert, wobei vorprogrammiert hier ein wenig ein grosses Wort ist. Wie jeder Nutzer schnell erkennen kann, ist bei tieferen Temperaturen mehr Unterhitze und bei höheren mehr Oberhitze eingestellt (was auch dringend nötig ist aber dazu kommen wir noch). Nach nur 14 Minuten piepst unser Tamagotchi bereits, die eingestellte Temperatur von 450° C sei erreicht. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Mit ca. 350-360° Celsius erreicht der Ofen nicht ganz die vorgepiepsten 450°, was aber nicht weiter schlimm ist, da Ooni ja 20 und nicht 14 Minuten Aufheizzeit verspricht. Mit aufgeheiztem Ofen geht es also weiter zu unserem nächsten Punkt. Backtest Wie so oft testen wir auch den Volt 12 zuerst mit einer Margherita. Fior di Latte 1KG Jetzt kaufen 24 x San Marzano Bio La Carmela 400G Jetzt kaufen Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen 2 Pizzaballenboxen inklusive Deckel Jetzt kaufen Den Teig haben wir wie immer nach dem AVPN Rezept 24 Stunden zuvor vorbereitet. Das gleichzeitige Filmen und Pizza im Ofen platzieren stellte sich leider als schwierig heraus, so dass die Pizza nicht gerade rund im Ofen landete. Den Ofen hatten wir auf der Standardeinstellung (Sprich nur Oberhitze) bei 450° Celsius und so sah der Pizzaboden aus. Die nächste Pizza backten wir also, ohne gleichzeitig zu filmen. Bambus Pizzabrett Jetzt kaufen Wir wollten dem Volt noch eine weitere, dritte Chance geben und bereiteten dazu eine Pizza Bianca vor, welche wir traditionell bei etwas tieferer Temperatur backen. Vielleicht funktioniert der Ofen bei tieferen Temperaturen ja super? Da wir zur Verteilung des Mascarpones viel Kontakt mit der Pizza hatten, wurde diese leider etwas schwierig bewegbar und wir mussten mit zusätzlich Semola nachhelfen und die Pizza wieder bewegbar machen (oben rechts zu erkennen). Semola di Grano Duro Rimacinata Jetzt kaufen Ja was sollen wir sagen, besser, aber nicht gut? Was uns besonders überraschte, ist die Hitzeverteilung. Trotz der relativ guten Isolation (wir haben am Aussengehäuse beim Erreichen der Backtemperatur 50° gemessen, später 70°, was sicher weniger ist als die Kontrahenten ohne Lüfter von Effeuno und Macte) ist die Hitzeverteilung im Backraum ungleichmässig. Weder Oberhitze noch Unterhitze erreichen die Pizza in gleichmässiger Intensität. Fazit Ooni wollte beim Volt 12 einfach zu viel und das merkt man leider. Der Ofen sollte im wichtigsten Markt, den USA (so zumindest für Gozney gem. Aussage Tom Gozney) funktionieren. Da in den USA aber mit 120 Volt und 15 Ampere maximal Geräte mit 1800 Watt verwendet werden können, musste auch die Ofenleistung auf sehr tiefe 1600 Watt sinken (Effeuno und Macte arbeiten mit Minimum 1900 bis 2100 Watt, Cozze gar mit 2200 Watt). Das alleine aber wäre gar nicht schlimm gewesen – denn der Ofen hat schon genug Leistung, sonst könnte er den Pizzaboden ja nicht so effektiv verbrennen. Ooni wollte noch mehr, und der Ofen soll (warum auch immer) auch beim Aufbacken von Tiefkühlpizzen zum Zug kommen. Dass da nur ein oberes Heizelement nicht reicht, ist klar und so wurden die sonst schon spärlichen 1.6 Kilowatt auf obere und untere Heizschlange aufgeteilt, was zur Folge hat, dass die Oberhitze einfach nicht wirklich für neapolitanische Pizza ausreicht. Den Rest gibt dem Ofen der Kordierit Stein, welcher die Hitze sehr schnell abgibt und somit zusammen mit dem unteren Heizelement für einen (sehr) dunkeln Pizzaboden sorgt während oben langsam der Käse zu schmelzen beginnt. Unserer Ansicht
Struct Vesuvio im pizzaschaufel.ch Test

Viele Schweizer Onlinehändler bauen ihr Eigenmarkensortiment aus, so auch Brack.ch. Unter dem Namen Struct importiert Brack Baumarktprodukte und damit seit neustem auch den Pizzaofen Struct Vesuvio. Ob der Ofen etwas taugt und wie er sich im Vergleich zu seinem Vorbild schlägt erfährst du wie immer im pizzaschaufel.ch-Test. Unboxing Der Struct Vesuvio kommt in einem schwarz glänzenden Karton – auf einen Doppelkarton wird verzichtet, der Ofen ist also nur einfach geschützt. Auf der Verpackung wird eine Aufheizzeit von 15 Minuten bei 400° versprochen. Viel mehr Infos als die Aufheizzeit, die Abmessungen und die Brennerleistung gibt es auf der Verpackung aber nicht. Nach dem Öffnen der Verpackung trifft man auf den erstaunlich wenig geschützten, nur in Karton verpackten, aber intakten Cordierit Pizzastein den CH-Gasdruckregler sowie die Anleitung und den dazugehörigen Streichholzhalter. Unter einer weiteren Lage Karton findet man den Pizzaofen selbst, und spätestens da wird klar Brack bzw. der Chinesische OEM Hersteller Guangdong Heyong Electric Co. Ltd. liess sich grosszügig vom Ofen Koxx des Herstellers OOxx (wie QStoves ihn nennt) bzw. vom Ooni Koda 12 (wie wir ihn nennen) inspirieren und wer weiss vielleicht ist Guangdong Heyong Electric Co. Ltd sogar Oonis OEM Hersteller. Beim Cordierit Pizzastein verzichtet Brack im Gegensatz zu Ooni auf eine Logoplatzierung, was wir begrüssen auch wenn die Vertiefung im Koda 12 nicht wirklich ein Problem darstellt. Dafür wird unserer Ansicht nach etwas billig auf der Seite des Ofens das Struct Logo gross aufgedruckt. Der Ofen von Struct wird im Gegensatz zum Ooni Koda 12 anstatt mit einer Piezo-Zündung mit einem Funken aus einer Batterie gezündet. Da die Zündung in den Ooni Modellen nicht immer zu 100% zuverlässig funktionieren evtl. eine gute Idee jedoch wiegt das zusätzliche Füttern des Ofens mit einer AA-Batterie auch irgendwie negativ, und die Piezo-Zündung im Ooni nach einer Fehlzündung einfach ein zweites Mal zu betätigen, könnte somit trotzdem angenehmer sein. Da sich Brack hoffentlich nicht nur beim Aussehen, sondern auch bei den Pizzaback-Qualitäten beim Ooni Koda 12 hat inspirieren lassen, freuen wir uns jetzt umso mehr auf den Aufheiz- und Backtest. Aufheiztest Die Batteriezündung muss nicht separat betätigt werden und aktiviert sich selbständig beim Eindrücken des Gasreglers. Der Struct Vesuvio zündet zuverlässig. Das anfängliche Flammenbild des 4.5KW Gusseisenbrenners (0.5 KW mehr als der Koda 12) ist etwas irritierend, beruhigt sich mit der Zeit jedoch. Nach 20 Minuten hat der Ofen die versprochenen 400° und ein schönes Flammenbild erreicht, was uns sehr erfreut. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Weitere 5 Minuten später sind wir schon bei ca. 450° Grad und der Stein hört noch nicht auf heisser zu werden. Der Ofen erreicht ca. 35 Minuten nach Zündung über 500° und dürfte somit auch im Winter (zumindest mit Stahlgasflasche) gut funktionieren. Backtest Um den Struct Vesuvio zu testen, backen wir wie meistens eine bzw. mehrere Margherita. Pizzamehl Verace Napulé 1 kg Jetzt kaufen Fior di Latte 1KG Jetzt kaufen San Marzano Bio La Carmela 400G Jetzt kaufen Semola di Grano Duro Rimacinata Jetzt kaufen Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen Was uns nach dem Backen der ersten Pizza auffällt ist, dass der hintere Teil des Ofens sehr heiss und der vordere Teil einiges weniger heiss wird. Zudem ist der Platz im Vesuvio einfach sehr beschränkt und ein Drehen schwierig – was aber natürlich allen Öfen dieser Grössenkategorie gleich geht. Apropos Grösse die Masse auf der Verpackung stimmen natürlich nicht der Ofen ist nicht 63.4cm Breit, sondern 63.4 cm Tief und in Wirklichkeit 41.5cm Breit die 32.5cm sind die Höhe. Wer einen kleinen, leichten Pizzaofen mit mehr Platz sucht, ist beim Pizzaparty Ardore richtig, der Ofen ist aussen nur 4.5cm breiter, hat aber 7.2cm mehr Backfläche und somit ist das Drehen massiv einfacher. Pizzaparty Ardore Jetzt kaufen Auch wenn das rechtzeitige Drehen bei der ersten Pizza jetzt nicht gerade perfekt klappte, muss man sagen, dass die Pizza, abgesehen von der verbrannten Stelle sehr gut aussieht. Um etwas in Übung mit dem Ofen zu kommen, gings dann auch sogleich zur zweiten Pizza über. Bei der zweiten Pizza klappte die Hitzeverteilung schon etwas besser, da wir aufgrund der engen Platzverhältnisse ohne Drehschaufel arbeiteten und die Pizza einfach auf der Platzierschaufel rausnahmen und von Hand drehten. Pizzaschaufel 33 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Für die nächste Pizza drehten wir also die Temperatur etwas runter und versuchten unser Glück nochmals. Insbesondere der Boden wurde mit tieferer Temperatur natürlich schöner. Für die nächste Pizza drehten wir die Temperatur noch weiter runter, da selbst die grössten Pizzafans nicht zu zweit vier Pizzen essen können und diese Entsprechend als Aufbackpizza im Tiefkühler landete. Pizza Auskühlgitter Jetzt kaufen Das runterdrehen der Temperatur war dann wohl selbst für eine Tiefkühlpizza etwas zu grosszügig geraten. Fazit Wir sind uns definitiv nicht mehr gewöhnt, Pizzen in ultrakleinen Öfen zu drehen, obwohl unsere eigene Pizzareise auch mit einem Ooni Koda 12 begann. Was den Struct Vesuvio aber keinen schlechten Ofen macht, halt einfach einen, der eine längere Eingewöhnungszeit braucht als ein Ofen mit mehr Platz. Die Hitzeverteilung scheint uns im Vergleich zu einem Ooni Koda 12 etwas ungleichmässiger. Dies, obwohl auch der Struct Vesuvio so etwas wie einen “Flame Keeper” hat. (Ooni Bezeichnung für ein Stück Blech welches einen zu hohen Wärmeverlust vorne verhindern soll ->siehe Bild W-Förmige Flamme). Besser als beim Koda gefällt uns die Zündung, obwohl das Erfordernis einer AA-Batterie nervt. Zudem hat der Brenner etwas mehr Leistung, was minim schnellere Aufheizzeiten ermöglicht. Sobald aufgeheizt, fällt dies aber nicht mehr ins Gewicht, da auch ein Koda 12 genügend Leistung hat. Alles in allem also ein vergleichbar guter Ofen wie ein Ooni Koda 12. Bei der momentanen (20.5.2024) Preisgestaltung von CHF 299, aber fragen wir uns, ob der Ofen seinen Platz auf dem Markt finden wird, ist er doch nur CHF 30 günstiger als ein Koda 12, zu welchem wir bei nur 10% Aufpreis eher greifen würden, da die gleichmässige Hitzeverteilung im Ofen einfach ein wichtigerer Punkt ist als die etwas zuverlässigere Zündung und der etwas stärkere Brenner. Zum Daydeal Preis von CHF 199, wie wir ihn kauften, ist der Struct Vesuvio aber eine vernünftige Investition. Da
Beton Pizzaofen? der Zio Ciro Nano im Test

Zio Ciro, der Pizzaofenhersteller aus Sardinien, setzt bei seinen Pizzaöfen auf Beton, bei Kuppel und Backfläche. Damit steht er – zumindest für Heimanwender – allein auf weiter Flur. Wie es sich in einem Beton Pizzaofen bäckt und welche Vor- und Nachteile das mit sich bringt, erfährst du im pizzasschaufel.ch Test. Unboxing Mal wieder ist uns ein Pizzaofen Occasion zu Händen gekommen. Entsprechend ist unser Unboxing komplett unspektakulär. Was sofort auffällt, ist das extreme Gewicht. Auch wenn Zio Ciro versucht, den Ofen als leicht zu verkaufen, so sind 35 Kilogramm für diese Ofengrösse doch eher ungewöhnlich schwer. Ausserdem interessant – die versprochene Aufheizzeit. Einfeuern Nach einem beinahe Hexenschuss ist es so weit – der Nano steht draussen. Dort kommt er auch das erste Mal so richtig zur Geltung. Der Pizzaofen wird mit einer regulären Gasflasche betrieben, und da der Ofen vom Vorbesitzer direkt in der Schweiz gekauft wurde, kam dieser auch direkt mit dem korrekten Gasdruckregler und Anschluss. Da dies traurigerweise nicht selbstverständlich ist, möchten wir an dieser Stelle auch mal unseren Mitbewerber Marti Küchentechnik loben! Ob der Zio Ciro Nano die 15 Minuten Aufheizzeit wirklich schafft, sehen wir, nachdem wir ihn eingefeuert haben. Das Zünden des Gasbrenners passiert, wie auch bei den unsrigen Pizzaparty Öfen mit einem Feuerzeug. Nicht fancy, aber zuverlässig und langlebig. Findige Leser haben es anhand des obigen Bildes bereits gemerkt, wir haben zusätzlich einen Drehteller (Halbmond) vorne montiert. Für unser Geschmack zwar nicht zwingend nötig, aber definitiv nice to have. Nach 15 Minuten gilt es, ein erstes Mal nachzumessen. Nach dieser Enttäuschung gaben wir dem Ofen weitere 10 Minuten Zeit, sich zu sammeln und auf Temperatur zu kommen. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Die 15 Minütige Aufheizzeit ist also schlichtweg gelogen, was zwar unehrlich ist, aber nicht wirklich verwundert. Uns ist bis jetzt kein Pizzaofen bekannt, in welchem man nach 15 Minuten 500° auf dem Stein (selbstverständlich in der Mitte gemessen) hat. Weitere zehn Minuten später sah es dann so aus: Nach 35 Minuten hiess es also ab in die Küche. Backtest Das Setup für einen Margherita-Monday steht. Pizzamehl Verace Napulé 1 kg Jetzt kaufen Fior di Latte 1KG Jetzt kaufen Semola di Grano Duro Rimacinata Jetzt kaufen San Marzano Bio La Carmela 400G Jetzt kaufen Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen Unser Teigrezept bzw. dasjenige der Vereinigung der Neapolitanischen Pizzabäcker findest du ebenfalls in unserem Blog. Als Tomatensauce verwenden wir unsere zerquetschten Bio San Marzano Tomaten mit 1% Salz (Sprich 4 Gramm pro Dose). Den Fior di latte haben wir mit unserem Fior di Latte Schneider geschnitten. Pizzaschaufel 33 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Nach ca. 60 Sekunden (ja, der Ofen kam wirklich noch ordentlich in Fahrt) erwartete uns folgendes Resultat. Um zu überprüfen, dass die erste Pizza kein Zufallserfolg war, wiederholten wir den Spass gleich nochmals. Bambus Pizzabrett Jetzt kaufen Die zweite Pizza brannte auf einer Seite etwas an das Drehen muss in dieser Betonfeuerhölle wirklich sehr schnell gehen bzw. darf man ruhig auch die Flamme nach crreichen der Temperatur etwas herunterstellen, da der Beton die Hitze sehr gut speichert. Für uns dürfte der Brenner noch etwas nach oben versetzt sein, (wie bei den Modellen von Pizzaparty) da sich so unserer Ansicht nach die Wärme in sehr kleinen Pizzaöfen einfach besser verteilt und dies etwas mehr Platz auf der Backfläche gibt. Bei den grösseren Modellen von Zio Ciro (Subito Cotto Linie) wird dies aber wohl weniger ein Problem darstellen, da mehr Platz vorhanden ist. Was bei einem Ofen mit Betonbacklfäche aber natürlich besonders interessiert, ist der Boden der Pizza. Gleich mal vorweg, wir waren mehr als skeptisch, was diesen Punkt betrifft und befürchteten aufgrund der fehlenden Porosität, (welche ein Biscotto z.B. hat) einen komplett schwarzen Boden. Die Böden unserer Pizzen überzeugten uns vorbehaltlos. Genau so sollte ein Pizzaboden aussehen, wer hätte gedacht, dass solche Resultate aus einem Betonofen kommen können. Was uns ausserdem positiv überraschte, war das Reinigen mit unserer Pizzaofenbürste. Da der Betonboden eben nicht porös ist wie ein Biscotto, staubt der Boden beim Reinigen nicht. Pizzaofenbürste Messing Jetzt kaufen Fazit Der Zio Ciro Nano überzeugte im Test, auch wenn die versprochene Aufheizzeit nicht annähernd erreicht wird. Die Beton Bauweise hat einen gewaltigen Nachteil, der Ofen ist extrem schwer und de facto nicht mobil. Abgesehen davon ergeben sich durch den Beton eigentlich nur Vorteile wie die bessere Wärmespeicherfähigkeit und eine Backfläche, welche in Sachen Pizzaqualität mit einem Biscotto mithalten kann, aber nicht staubt. Der tief platzierte Brenner ist ein kleiner Schönheitsfehler, welcher nach ein wenig Übung mit dem Gerät wohl nicht mehr wirklich ins Gewicht fällt. Apropos Wärmespeicherfähigkeit, so zeigte sich die Ofentemperatur über eineinhalb Stunden nach dem erlöschen der Flamme:
Ooni Koda 16 im Test

Der mit Gasflasche betriebene Ooni Koda 16, der grosse Bruder des Koda 12 ist uns kürzlich Occasion in die Hände gefallen. Und so kommt es nun, dass wir endlich einen Koda 16 für die Schweiz testen können. Da für uns der Koda 12 für lange Zeit quasi der Einstiegs- und Standardpizzaofen war, wurde dieser gar nie in einem einzigen Blogbeitrag beleuchtet, sondern hielt öfters als Referenz hin (z.B. hier). Mit dem Test des Koda 16 möchten wir dieses Unrecht der Koda Serie wieder ungeschehen machen und endlich ausführlicher berichten. Das Unboxing entfällt bei einem Occasionsofen natürlich vollends, was für eine Einordnung von einem Ooni aber auch nicht weiter schlimm ist. Wie wir bereits X-Fach gesehen haben, ist Ooni der ungeschlagene Meister in diesem Fach und auch der Koda 16 hätte unbestritten die Maximalpunktzahl geholt. Aufheizen Vorausgeschickt, draussen herrschen ca. 0 Grad und der Ofen wird mit einer Gasflasche aus Kompositmaterial betrieben (wie auf obigem Bild ansatzweise zu erkennen). Die Gasflasche hat beim Ooni Koda 16 und natürlich bei sämtlichen gasbetriebenen Geräten einen grossen Einfluss auf die Leistung. Kompositflaschen bringen zwar mehr Praktikabilität durch ihr geringes Gewicht, sie liefern aber weniger Druck, insbesondere bei tieferen Temperaturen als eine Stahlgasflasche. Wenn du also das Maximum aus deinem Koda 16 herausholen möchtest, so wähle eine Gasflasche aus Stahl. Die Piezozündung funktioniert bei diesem Exemplar einwandfrei (was bei Ooni nicht immer der Fall ist, aber wie auch schon erwähnt finden wir das jetzt auch nicht weiter tragisch halt zwei drei Zündversuche zu unternehmen). Der Koda 16 hat einen sehr guten L-Förmigen Gasbrenner, so werden viele Probleme Umgangen, welche andere Öfen, sogar von Ooni selbst, haben. Wenn man den Koda 16 vs. Karu 16 im Gasbetrieb betrachtet, so erkennt man sofort, dass der Koda 16 den besseren Brenner hat, da die Flammen nicht auf das Gargut gerichtet sind – sondern auf die Ofenwände, genau so wie es sein sollte. Vergleicht man den Koda 16 mit einem Cozze Gas Pizzaofen, so merkt man, dass das Viereck nicht nur bei uns, sondern auch bei Ooni vier Seiten hat. Cozze rechnet mit seinem U-förmigen Brenner mit mehr als vierseitigen Vierecken, welche uns bisher noch nicht untergekommen sind und entsprechend wird in einem Cozze Ofen eine Seite immer mehr gebacken als die anderen drei. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Der Stein des Koda 16 erreicht nach 15 Minuten ungefähr 340° was ein guter Wert ist, insbesondere wenn wir die oben beschriebene Gasflaschen und Temperatursituation beachten. Weitere 15 Minuten später erreicht der Koda 16 ungefähr 430°, das maximum was wir an diesem Tag etwas später messen sind 445°. Sprich mit dem Kompositgasflaschen Setup ist bei dieser Temperatur nicht mehr rauszuholen, was aber auch nicht weiter schlimm ist, da ein Cordieritstein, wie ihn Ooni standardmässig liefert, darüber schnell den Unterboden der Pizza verbrennt. Wer mit höheren Temperaturen arbeiten möchte, sollte also auf einen Biscotto umsteigen, genau so wie dies der Vorbesitzer tat. Backtest Wie immer lässt sich ein Ofen natürlich erst wirklich nach dem Backen einer Pizza beurteilen. Entsprechend haben wir einen Teig nach dem Rezept aus unserem Blog vorbereitet. Pizzamehl Verace Napulé 1 kg Jetzt kaufen Pizzaballenbox inklusive Deckel Jetzt kaufen Teigspachtel Jetzt kaufen Wie man am obigen Bild schon erkennen kann, gibt es heute ein klassische Margherita. Im Video kannst du den Entstehungsprozess verfolgen. Fior di Latte 1KG Jetzt kaufen 24 x San Marzano Bio La Carmela 400G Jetzt kaufen Pizzaschaufel 35 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Wie immer haben wir Semola di Grano Duro Rimacinata zum Formen und als “Gleitmittel” verwendet. Ganz klassisch würde man dazu gem. AVPN ausschliesslich Pizzamehl verwenden (Mischungen mit Semola sind ebenfalls toleriert) womit wir aber bisher nicht ganz warm wurden. Um ausschliesslich Mehl zu verwenden und dabei trotzdem eine gute Pizza (Stichwort ungewollte gelbe Mehlflecken am Boden) zu backen benötigt man langjährige Erfahrung mit täglicher Übung und das überlassen wir deshalb lieber den Profis in Neapel (welche dieses Kunststück aber leider auch nicht immer makellos beherrschen). Semola di Grano Duro Rimacinata Jetzt kaufen Bambus Pizzabrett Jetzt kaufen Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Das Backergebnis von oben überzeugt schon mal wie wir finden – spannend wird natürlich der Boden aufgrund des günstigen Cordierit Pizzasteines. Kupfer Oliera 500ml Jetzt kaufen Solange man also nicht mit hohen Temperaturen backen will ist kein Umstieg auf einen Biscotto nötig. Auch die Steintemperatur nach dem Backen ist insgesamt gut. Jetzt im Winter sind Backpausen von ca. 4-5 Minuten zu empfehlen um wieder eine gute Steintemperatur zu haben. Da das vorbereiten und dann abbacken von Pizzen sowieso nicht zu empfehlen ist (bleiben kleben, Boden saftet durch, Risse etc.) sind die 4-5 Minuten aber sowieso gegeben. Fazit Der Koda 16 ist ein genialer Pizzaofen den wir uneingeschränkt empfehlen können. Unter Umständen wechselt man, sobald die ersten Erfahrungen gesammelt sind, auf einen Biscotto und eine Stahlgasflasche um auch noch das letzte aus dem Ofen rauszukitzeln. Momentan ist der Ofen unserer Ansicht nach aber einiges zu teuer (Toppreise 20.01.2024 CHF 568.-) es gab ihn auch schon für CHF 399.-. Wer “nur” einen einzigen Pizzaofen zulegen möchte, sollte sich vielleicht aber sowieso überlegen direkt auf Strom zu setzen. Mit Strom betriebene Öfen leisten im Sommer wie Winter zuverlässige Dienste und die teure und aufwändige Gasflaschenthematik entfällt komplett. Den Effeuno N3 gibt es bei uns momentan z.B. einiges unter dem Koda 16 Marktpreis und dieser kommt erst noch direkt mit einem echten Biscotto. Wer es etwas ästhetischer mag, ist mit dem Macte Voyager Smart gut bedient. Wer lieber einen Gas Pizzaofen aus Italien ebenfalls direkt mit Biscotto möchte, der wird bei unseren Pizzaparty Öfen fündig.
Der Effeuno für die Schweiz – Effeuno N3 im Test

Nachdem Macte Ovens Anfang 2022 an den Start ging und somit die Effeuno Preisgestaltung etwas gar überrissen aussehen liess (wir berichteten). Schlug Effeuno Ende 2022 mit dem Effeovens N3 zurück. Da die “Günstigöfen” Macte Voyager und Effeovens N3 auf die untere Heizschlange verzichten, sind sie auch die einzigen Optionen für die Schweizer Standardsteckdosen (max. 2.3 KW) und somit hoch interessant für unseren Markt. Hier erfährst du was den Effeuno N3 und den Macte Voyager eint und was sie unterscheidet. Unboxing Verpackung beherrscht Effeuno etwas besser als Macte Ovens – jedoch gäbe es auch hier noch einiges von den Verpackungsprofis bei Pizzaparty und Ooni zu lernen. Unser Testofen (den wir selbstverständlich wie alle Öfen die wir testen selbst bezahlt haben) kam direkt aus Italien auf einer Palette mit Biscotto on top. Nach dem Öffnen des Kartons erwartet einem eine Styroporhölle wie man sie auch von Macte und Chinaöfen (exkl. Ooni) kennt. Auch bei der Edelstahlschutzfolie geht der Punkt an Effeuno – während Macte hier radikal Folie einnietete (und nur für pizzaschaufel.ch teils gegen Aufpreis Ausnahmen machte, da wir keine Öfen mit Plastikgeruch bei Wärmeentwicklung verkaufen wollen) lasert Effeuno die Folie ab Werk weg und die sie lässt sich entsprechend einfacher entfernen. Leider hinterlässt das Lasern kleine Punkte auf dem Gehäuse – was wir für diese Preisklasse aber absolut vertretbar finden. Den Biscotto liefert die Antonio Sorbo Srl zu – ein Stein der leider als maximal mittelmässig bezeichnet werden kann. Grosse Unebenheiten, Zemetkleckereien (welche man immerhin einfach mit unserer Messingbürste abbürsten kann), ungenaue Passform (1.8cm Lücke zwischen Wand und Ofen) und abgebrochene Kanten zeichnen die Qualität von Antonio Sorbo aus. Da Macteovens auf den Qualitätshersteller Biscotto Saputo setzt, geht dieser Punkt unbestritten an den Voyager. Update Anfang 2024 Effeuno hat inzwischen selbst einen neuen Biscotto entwickelt, welcher bessere Verarbeitung bietet und auch weniger brechen soll. Alle unsere Effeunos werden mit diesem neuen Biscotto ausgeliefert. Hier gibt’s mehr dazu. Aufheizen Im Netz geistern Gerüchte herum, welche besagen, der Effeuno N3 erreiche nicht mal 450°, daher nimmt uns dieser Punkt besonders wunder. Den Biscotto haben wir vor diesem Test selbstverständlich eingebrannt (schonendes Trocknen des Steines bei langsam ansteigender Temperatur unter regelmässigem Öffnen der Ofentür um ein Brechen des Biscottos zu verhindern). Nach 10 Minuten erreicht der Effeuno N3 bereits 340° Celsius während es bei einem Macte Voyager erst 317° sind. Dies stimmt uns zuversichtlich, dass der N3 problemlos auch auf Temperatur kommt. Infrarotthermometer für Pizzaofen Jetzt kaufen Nach ca. 30 Minuten steigen die Temperaturen weder beim Macte Voyager noch beim Effeuno N3 merklich weiter. Der Effeuno erreicht 522°C – und somit ungefähr gleich viel wie ein Macte Voyager (der Macte machte es in diesen 30 Minuten sogar nur auf 498°), wobei wir beim N3 in weiteren Messungen wie auch beim Voyager schon Temperaturen über 550°C gemessen haben. Einen wirklich grossen Temperaturunterschied der beiden Öfen ist in diversen Tests nicht festzustellen. Der Effeuno heizt gefühlt 2-3 Minuten schneller auf aber wirklich im marginalen Rahmen. Auch werden beide Öfen aussen sehr heiss, ungefähr 150-200°C messen wir auf der Oberfläche (ungenaue Messung aufgrund der reflektierenden Oberfläche). Schlussendlich lassen sich in Sachen Temperatur keine wesentlichen Unterschiede zwischen N3 und Voyager feststellen, der höhere Messwert könnte auch gut auf die herunterhängende Heizschlange zurückzuführen sein. Ein Unentschieden also. Backtest Für den Backtest wird wie immer mit einem relativ klassischen Neaplitanischen Teigrezept gearbeitet. Pizzaballenbox inklusive Deckel Jetzt kaufen Teigspachtel Jetzt kaufen Semola di Grano Duro Rimacinata Jetzt kaufen Etwas weniger klassisch geht es diesmal mit dem Belag zu und her. Während die San Marzano und der Fior di Latte noch ganz klassisch wohl in jeder traditionellen Neaplitanischen Pizzeria ihren Weg auf die Pizza finden, tanzen die Champignons etwas aus der Reihe. 24 x San Marzano Bio La Carmela 400G Jetzt kaufen Fior di Latte 1KG Jetzt kaufen Pizzaschaufel 33 cm mit Holzgriff Jetzt kaufen Obwohl es sich um quasi das identische Türdesign bei Macte Voyager wie auch N3 handelt (Eigenaussage von Effeuno), bäckt der minim N3 gleichmässiger (evt. aufgrund der herunterhängenden Heizschlange?). Etwas irritierend ist die Anordnung der Ofenlampe welche nicht mittig angeordnet ist, was aber nicht weiter ein Problem darstellt. Pizzabrett aus Birkenholz mit Griff Jetzt kaufen Pizzawiegemesser Edelstahl mit Holzgriff 35 cm Jetzt kaufen Das Backresultat kann sich unserer Meinung nach für einen ersten Ofentest absolut sehen lassen – der günstig Biscotto scheint auch keinen merklich negativen Einfluss auf das Resultat gehabt zu haben. Fazit Während beim Macte Ovens Voyager bessere Materialien schlechter verarbeitet werden (Update Mitte 2024, Macte hat sich eingekriegt und kann inzwischen in Sachen Verarbeitungsqualität mithalten), werden beim Effeuno N3 günstigere Materialien besser verarbeitet (Norditalien lässt grüssen). So hat der N3 einen merklich höheren Plastikanteil, alleine schon die wenig ästhetischen Füsse sprechen da für sich. Eben diese Plastikfüsse haben aber zwei wesentliche Vorteile im Vergleich zu einem Macte Voyager, der Ofen steht etwas höher (die Höhe lässt sich via Schraube sogar noch um ca. 4cm nivellieren) und der Backvorgang lässt sich somit besser überwachen und die Bedienelemente sind vorne und somit immer einfach zugänglich. Der Effeuno N3 ist für uns ein wenig ein Fiat Panda für die Küche. Ist er schön? Naja, das liegt wohl im Auge des Betrachters, form follows function wurde jedenfalls bis zum letzten beachtet. Bäckt er gute Pizzen? Definitiv. Ist er Preiswert? Absolut. Würde ihn eine Nonna oder ein Nonno je wieder hergeben? Niemals! Überzeugt? Benutze den Code CUCINAPANDA um dir deinen N3 zum Spezialpreis zu sichern. Pizzaofen Effeuno N3 inkl. Biscotto Jetzt kaufen Wie alle Tests von pizzaschaufel.ch erfolgte auch dieser Test auf eigene Rechnung, eine Einflussnahme des Herstellers ist daher unmöglich. Es handelt sich um die freie Meinung des Autors.